Vermögensungleichheit
Der materielle Wohlstand zeigt sich unter anderem in der Höhe des Vermögens, über das die Haushalte verfügen. Unterschiede des Vermögens gehen in der Regel mit ungleich verteilten Lebenschancen einher. Wenn Ungleichheiten als ungerecht empfunden werden, können sie den sozialen Zusammenhalt gefährden. Der Indikator zeigt die Vermögensungleichheit zwischen den Haushalten.
Beobachtete Entwicklung
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Der Gini-Koeffizient der Vermögensverteilung liegt 2023 bei 0,813 auf einer Skala von 0 (Totale Gleichverteilung) bis 1 (Totale Ungleichverteilung). Wird der Durchschnitt der letzten drei Datenjahre (2021–2023) mit dem Durchschnitt der Datenjahre 2014–2016 verglichen, zeigt sich keine wesentliche Veränderung der Vermögensungleichheit. Bei Personen im Erwerbsalter ist die Ungleichheit 2023 mit einem Gini-Koeffizienten von 0,820 höher als bei den Personen im AHV-Alter (0,759). |
Angestrebte Entwicklung und Beurteilung
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Gemäss Bundesverfassung sorgt die Schweiz für eine möglichst grosse Chancengleichheit unter den Bürgern/-innen. Gemäss Kantonsverfassung beachten Kanton und Gemeinden den Grundsatz der Solidarität. Sie setzen sich für den Ausgleich in der Gesellschaft und zwischen den Kantonsteilen ein. Wer Ausgleichsleistungen in Anspruch nehmen will, hat selbst alles Zumutbare zu unternehmen, um seine Lage zu verbessern. Wünschenswert ist entsprechend aus sozialer Perspektive eine rückläufige Entwicklung des Gini-Koeffizienten. Die Beurteilung erfolgt aufgrund folgender Kriterien: |
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Es ist keine wesentliche Veränderung zu beobachten. Erwünscht wäre eine Abnahme. |
Definition
Die Vermögensungleichheit wird durch den Gini-Koeffizienten abgebildet, der Werte zwischen 0 (totale Gleichverteilung) und 1 (totale Ungleichverteilung) annimmt. Seine Berechnung erfolgt auf der Basis des Äquivalenzvermögens gemäss OECD. Die Anwendung der Äquivalenzskala macht unterschiedlich grosse Haushalte miteinander vergleichbar.
Daten
Luzern:
Schweiz:
Analysen
LUSTAT (2024): Wohlstand und Armut im Kanton Luzern
LUSTAT (2021): Sozialbericht des Kantons Luzern 2021
Aktualisiert: 9. Juli 2026
