Kapitaldienstanteil
Der Kapitaldienstanteil gibt Auskunft darüber, wie stark der laufende Ertrag durch den Zinsendienst und die Abschreibungen (= Kapitaldienst) belastet ist. Ein hoher Anteil weist auf einen engen finanziellen Spielraum hin. Der Kapitaldienstanteil soll gemäss der Verordnung über den Finanzhaushalt der Gemeinden (FHGV) 15 Prozent nicht übersteigen.
Ergebnisse
Die kantonalen Vorgaben zum Kapitaldienstanteil werden auch im Rechnungsjahr 2021 von allen 80 Luzerner Gemeinden erfüllt. Der Kapitaldienstanteil liegt bei der Mehrheit der Gemeinden zwischen 5 und 10 Prozent. Das kantonale Mittel beträgt 6,1 Prozent und liegt damit etwas höher als im Vorjahr mit 5,9 Prozent. Den höchsten Wert weist die Gemeinde Eschenbach mit 9,8 Prozent aus. Damit liegt die Kennzahl aber immer noch deutlich unter dem Grenzwert von 15 Prozent. Den tiefsten Wert zeigt unverändert die Gemeinde Honau mit knapp 0,6 Prozent.
Definition
Kapitaldienst in Prozent des laufenden Ertrags.
Kapitaldienst: Nettozinsaufwand zuzüglich Abschreibungen des Verwaltungsvermögens, Wertberichtigungen Darlehen und Beteiligungen des Verwaltungsvermögens und Abschreibungen von Investitionsbeiträgen.
Laufender Ertrag: Summe der Erträge des laufenden Jahres ohne durchlaufende Beiträge und interne Verrechnungen und Umlagen.
