Einbürgerungen
Die Einbürgerung ist Ausdruck der staatsbürgerlichen Integration und ermöglicht erst die volle politische Partizipation. Die Einbürgerungsquote widerspiegelt einerseits die Integrationsbereitschaft ausländischer Personen, weil die Einbürgerung mit Auflagen verbunden ist. Anderseits zeigt sich in der Einbürgerungspraxis auch die Bereitschaft der schweizerischen Gesellschaft, ausländische Personen politisch zu integrieren.
Beobachtete Entwicklung
2025 wurden im Kanton Luzern 1'311 Ausländer/innen eingebürgert. Gemessen an der Gesamtzahl der ausländischen mittleren Wohnbevölkerung im Kanton Luzern entspricht dies einer Ziffer von 13,7 Einbürgerungen pro 1'000 Ausländer/innen. Am häufigsten wurden 2025 Bürger/innen von Ländern der Europäischen Union eingebürgert (EU27: 718 Personen), davon am meisten Deutsche (436 Personen). Vergleichsweise häufig erhielten auch Personen aus dem Kosovo (145 Personen) das Schweizer Bürgerrecht. Die Mehrheit der im Jahr 2025 eingebürgerten Personen erhielt das Schweizer Bürgerrecht im ordentlichen Verfahren (75,1%).
Definition
Die Einbürgerungsziffer setzt die Anzahl der Personen, die in einem bestimmten Kalenderjahr das Schweizer Bürgerrecht erwerben, ins Verhältnis zu je 1'000 Personen der ständigen ausländischen mittleren Wohnbevölkerung. Im Gegensatz zur rohen Einbürgerungsziffer bleibt der Aufenthaltsstatus der ausländischen Wohnbevölkerung unberücksichtigt.
Daten
Kanton Luzern:
Schweiz:
Erwerb des Schweizer Bürgerrechts nach Kanton (BFS)
Analysen
LUSTAT (2025): Migration und Integration 2024
Aktualisiert: 20. August 2026
