Wertschöpfungsintensive Branchen

Die Innovationskraft und Standortqualität einer Region kann unter anderem an der Entwicklung der Beschäftigung in Branchen mit hohem Anteil an wertschöpfungsintensiven Firmen abgelesen werden (z.B. High-Tech- oder wissensintensive Branchen). Eine hochentwickelte Volkswirtschaft ist auf innovative und wertschöpfungsintensive Unternehmen angewiesen. Solche Firmen benötigen in besonderem Mass spezialisiertes Wissen und gut ausgebildetes Fachpersonal.

Beobachtete Entwicklung

Kreis mit Pfeil nach oben

2023 arbeiteten im Kanton Luzern 45 Prozent der Beschäftigten (in VZÄ) in der High-Tech-Branche oder in den wissensintensiven Branchen. Dieser Anteil ist seit 2014 um 3 Prozentpunkte angestiegen, liegt aber jeweils deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt (CH 2023: 50%).

Werden die drei jüngsten Datenjahre 2021–2023 mit den Datenjahren 2005–2007 verglichen, zeigt sich im Kanton Luzern eine wesentliche Zunahme der Beschäftigten in wertschöpfungsintensiven Branchen.

Definition

Der Indikator beschreibt den prozentualen Anteil der Beschäftigten (gemessen in Vollzeitäquivalenten) der High-Tech- und wissensintensiven Branchen am Total der Beschäftigten.

Für die Klassifizierung der Unternehmen und Arbeitsstätten nach deren Haupttätigkeit kommt die Wirtschaftszweigsystematik NOGA (Nomenclature Générale des Activités économiques) 2008 zur Anwendung:

  • Zur High-Tech-Branche werden Unternehmen der folgenden Branchen gezählt (Noga 2008): 20, 21, 26–30, 25,4 und 32,5.
  • Zu den wissensintensiven Branchen gehören folgende Branchen (Noga 2008): 58–66, 69–75, 84–93.

Bundesamt für Statistik: Publikationen NOGA 2008

Daten

Schweiz:

Beschäftigte (in Vollzeitäquivalenten) in wissensintensiven Dienstleistungen, Karte

Beschäftigte (in Vollzeitäquivalenten) in den High-Tech Branchen, Karte

 

Analysen

LUSTAT (2024): Bildungsbericht des Kantons Luzern – Gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

LUSTAT (2025): Beschäftigte und Betriebe 2023

Aktualisiert: 9. Oktober 2025