Leerwohnungsziffer

Der Leerwohnungsbestand und die Leerwohnungsentwicklung informieren über die Funktionsweisen des Wohnungsmarkts und liefern Erkenntnisse zur Wohnraumversorgung der Bevölkerung. Hohe Leerwohnungsziffern deuten allgemein auf eine niedrige Wohnungsnachfrage und eine entspannte Lage am Wohnungsmarkt hin. Den Wohnungssuchenden stehen dann auf der Angebotsseite vergleichsweise viele Wohnungen gegenüber, und die Erfolgschancen, eine Wohnung zu finden, sind für sie grösser als bei einer tiefen Leerwohnungsziffer. Im Umkehrschluss deutet eine tiefe Leerwohnungsziffer auf eine angespannte Wohnungsmarktlage mit erschwerten Bedingungen für die Anmietung von Wohnungen hin.

Beobachtete Entwicklung

Am 1. Juni 2025 betrug die Leerwohnungsziffer im Kanton Luzern 0,78 Prozent. Die Leerwohnungsziffer hat im Vergleich zu 2022, als sie erstmals seit 2015 unter die 1-Prozent-Marke gefallen war, nochmals abgenommen und einen Tiefstand erreicht. Gemessen am Bestand waren Klein- und Kleinstwohnungen mit 1 Zimmer am häufigsten und Wohnungen mit 5 Zimmern und 6 Zimmern am seltensten unbesetzt.

Definition

Die Leerwohnungsziffer bezeichnet das prozentuale Verhältnis zwischen der Zahl leerstehender Wohnungen (Stichtag: 1. Juni) und dem Wohnungsbestand am Ende des Vorjahrs. Als leerstehend gelten bewohnbare, möblierte oder unmöblierte Wohnungen und Einfamilienhäuser, die am Erhebungsstichtag nicht besetzt und zur Dauermiete (mind. 3 Monate) oder zum Verkauf ausgeschrieben sind. Mitberücksichtigt werden auch leer stehende Ferien- oder Zweitwohnungen, sofern diese das ganze Jahr bewohnbar und zur Dauermiete (mind. 3 Monate) oder zum Verkauf ausgeschrieben sind.

Daten

Kanton Luzern:

Leer stehende Wohnungen am 1. Juni nach Zimmerzahl

Leerwohnungsziffer am 1. Juni nach Zimmerzahl

Analysen

LUSTAT (2025): Leerwohnungen 2025

Aktualisiert: 9. September 2025