Siedlungsabfälle pro Kopf
Abfälle sind Ausdruck des Konsumverhaltens einer Gesellschaft. Sowohl die Menge als auch die Zusammensetzung der Abfälle verändern sich in der Zeit. Die Kennzahl gibt Aufschluss über den Anteil der produzierten Abfälle pro Kopf.
Beobachtete Entwicklung
|
|
Im Jahr 2024 fielen in der Stadt Luzern 35'376 Tonnen Siedlungsabfälle an (2023: 35'377 t), was 413,6 Kilogramm pro Einwohner/in entspricht (2023: 422,0 kg). Die Pro-Kopf-Abfallmenge konnte damit erneut gesenkt werden, nachdem sie im Jahr 2022 erstmals seit über zehn Jahren nicht weiter gesunken war. Seit der Einführung der Kehrichtsackgebühr reduzierte sich nicht nur die Pro-Kopf-Abfallmenge deutlich (2024: –37,2% gegenüber 2003), auch das Verhältnis zwischen Separatabfällen und Hauskehricht veränderte sich markant. Die Trennrate – bis 2003 stets unter 35 Prozent – konnte erhöht werden: 2024 wurden 13'850 Tonnen separat gesammelt und wiederverwertet, was 39,2 Prozent der gesamten Siedlungsabfallmenge entsprach. In den letzten Jahren ist die Quote jedoch wieder rückläufig, so auch 2024. Wird das Mittel der drei jüngsten Datenjahre (2022–2024, exkl. Ökihöfe) mit dem Mittel der Datenjahre 2015–2017 (inkl. Ökihöfe) verglichen, zeigt sich eine Abnahme der Siedlungsabfälle pro Kopf in der Stadt Luzern. |
Definition
Aus Haushalten stammende Abfälle sowie andere Abfälle vergleichbarer Zusammensetzung aus Industrie und Gewerbe. Dazu zählen Hauskehricht und Separatabfälle.
Daten
Stadt Luzern:
Kanton Luzern:
Analysen
LUSTAT (2025): Abfall und Entsorgung 2024
Aktualisiert: 24. September 2025
