Verlorene potenzielle Lebensjahre
Verlorene potenzielle Lebensjahre respektive frühzeitige Todesfälle beziehen sich auf Sterbefälle vor dem Erreichen des 70. Altersjahrs. Ein Teil dieser Todesfälle ist auf Ursachen zurückzuführen, die partiell vermeidbar sind: verhaltens- und ernährungsbedingte, chronische Erkrankungen und Unfälle. Der Indikator gibt Hinweise auf Fortschritte der Medizin oder auf den Erfolg von Massnahmen der Gesundheitsprävention. Er ist ein Mass für die öffentliche Gesundheit, weil er sämtliche Faktoren umfasst, welche die Gesundheit beeinträchtigen und zum Tod führen. Die Zahl der verlorenen Lebensjahre verweist auch auf die Lebensqualität, weil diese tendenziell von einer besseren physischen und psychischen Gesundheit begünstigt wird.
Beobachtete Entwicklung
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Im Jahr 2024 betrug die Rate der verlorenen potenziellen Lebensjahre im Kanton Luzern 1'669 Jahre je 100'000 Einwohner/innen. Bei den Männern lag die Rate bei 2'263 Lebensjahren, bei den Frauen bei 1'057 Lebensjahren. Wird das Mittel der drei jüngsten Datenjahre (2022–2024) mit dem Mittel der Datenjahre 2015–2017 verglichen, zeigt sich eine wesentliche Abnahme der Rate um 9,4 Prozent. Bei den Frauen verringerte sich die Rate der verlorenen potenziellen Lebensjahre stärker als bei den Männern. |
Angestrebte Entwicklung und Beurteilung
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Die rückläufige Entwicklung der frühzeitigen Todesfälle wird positiv beurteilt. |
Definition
Der Indikator zeigt die Anzahl der verlorenen potenziellen Lebensjahre je 100'000 Einwohner/innen (ständige Wohnbevölkerung) für Todesfälle ab Geburt bis zum 70. Lebensjahr, dies standardisiert nach der Altersstruktur der europäischen Standardbevölkerung. Die verlorenen potenziellen Lebensjahre ergeben sich aus der Summe der Differenzen zwischen dem 70. Altersjahr und dem Alter aller Personen, die vor dem 70. Lebensjahr verstorben sind (frühzeitige Todesfälle).
Daten
Schweiz:
Gesundheitszustand: Verlorene potenzielle Lebensjahre (Obsan)
Todesfälle: Spezifische Todesursachen (BFS)
Aktualisiert: 5. März 2026
