Gymnasiale Maturität: Studieneintritt

Die gymnasiale Maturität bietet Zugang zu allen Studiengängen der universitären Hochschulen (UH) und zu einigen Angeboten der pädagogischen Hochschulen (PH). Für die Zulassung zu Fachhochschulen (FH) braucht es meist Zusatzleistungen, z.B. Arbeitswelterfahrung im Rahmen eines Praktikums. Auch die Berufsmaturität gewährt Zugang zur Tertiärstufe A. Sie ergänzt die berufliche Grundbildung mit einer erweiterten Allgemeinbildung und ermöglicht den Zugang zu Fachhochschulen (FH), und mit einer bestandenen Passerellen-Ergänzungsprüfung auch zu universitären Hochschulen (UH) oder zu einigen Angeboten der pädagogischen Hochschulen (PH).

Der Übergang von der Sekundarstufe II in die Tertiärstufe A ist (unabhängig davon, ob das Studium zu einem späteren Zeitpunkt erfolgreich abgeschlossen wird) eine Kennzahl für die Bereitschaft von Jugendlichen, in eine hoch qualifizierende Ausbildung zu investieren.

Beobachtete Entwicklung

Von allen Maturanden/-innen, die 2020 eine gymnasiale Maturität erlangten und im Kanton Luzern wohnten, nahmen 93,2 Prozent innerhalb von dreieinhalb Jahren ein Studium an einer Universität, einer Fachhochschule oder einer pädagogischen Hochschule auf. Gut drei Viertel traten in eine Universität ein (75,7%). Bei Personen mit einer Berufsmaturität liegt die Studieneintrittsquote in die Tertiärstufe A mit 70,5 Prozent tiefer als bei den Personen mit gymnasialer Maturität. Am häufigsten traten die Berufsmaturanden/-innen in eine Fachhochschule ein (58,9%).

Definition

Die Studieneintrittsquote misst den Anteil der gymnasialen Maturanden/-innen, welche innerhalb 3,5 Jahren in eine universitäre Hochschule (UH), in eine Fachhochschule (FH) oder in eine pädagogische Hochschule (PH) eingetreten sind, gemessen am Total aller gymnasialen Maturanden/-innen eines Jahrgangs (Maturakohorte). Grundgesamtheit bilden die Maturanden/-innen mit Wohnort im Kanton Luzern. In Analogie wird die Studieneintrittsquote der Berufsmaturanden/-innen berechnet.

Übertritte in eine höhere Berufsausbildung (Tertiärstufe B), wie z.B. höhere Fachschulen, werden nicht berücksichtigt. Fachmaturanden/-innen zählen nicht zu den Berufsmaturanden/-innen und werden nicht berücksichtigt.

Daten

Schweiz:

Übergänge und Verläufe nach Abschluss der Sekundarstufe II

Analysen

LUSTAT (2024): Bildungsbericht des Kantons Luzern – Studierende an Hochschulen

LUSTAT (2017): Bildungsverläufe im Kanton Luzern

Aktualisiert: 16. Februar 2026