Luftbelastung

Die Luftverschmutzung belastet die Umwelt und hat Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und verursacht Beschwerden wie Atemwegsreizungen, Beeinträchtigung der Lungenfunktion oder Krebs. Eine chronische Einwirkung von Luftschadstoffen auf den menschlichen Organismus kann sogar zu vorzeitigen Todesfällen führen. Die Kennzahl ist ein Mass für die Belastung der Umwelt im Allgemeinen und die gesundheitsgefährdende Luftbelastung im Speziellen.

Beobachtete Entwicklung

Der Langzeit-Belastungs-Index (LBI) im Kanton Luzern ist 2014 erstmals auf 2 gesunken – in den vier Jahren davor lag er bei 3. Seit 2016 liegt der Messwert konstant bei 2, so auch im aktuellen Messjahr 2023. Gemäss dem LBI-Beurteilungsraster entspricht dies einer mässigen Luftschadstoffbelastung, bei der kaum Beeinträchtigungen der menschlichen Gesundheit zu erwarten sind.

Definition

Der Langzeit-Belastungs-Index (LBI) ist ein Mischindex zur Beurteilung der Luftqualität und wird auf Basis der jährlichen Werte der Konzentrationen der drei Luftschadstoffe Stickstoffdioxid (NO2), Feinstaub (PM10) und Ozon (O3) berechnet. Diese Luftschadstoffe werden einerseits nach dem Mass der Grenzwertüberschreitung gemäss der Luftreinhalte-Verordnung (LVR) und andererseits aufgrund ihrer unterschiedlichen chronischen gesundheitlichen Auswirkungen gewichtet. Der LBI wurde zunächst für die Berechnung auf der Ebene einer Messstation konzipiert. Unter Berücksichtigung der Bevölkerungsdichte wurde anschliessend ein bevölkerungsgewichteter LBI für den gesamten Kanton ermittelt. Die Beurteilungsskala der LBI mit ganzen Zahlen reicht von 1 (= geringe Belastung) bis 6 (= sehr hohe Belastung).

Daten

Zentralschweiz:

Luftqualität (Zentralschweizer Umweltdirektionen)

Schweiz:

Cercle Indicateurs: Langzeit-Luftbelastungsindex

Letzte Aktualisierung am 12. Oktober 2026