Überbaute Fläche

Der Boden ist eine unverzichtbare Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen und stellt eine nicht erneuerbare Ressource dar. Unbebaute, unversiegelte und insbesondere begrünte Flächen tragen zur ökologischen Vielfalt und zur Lebensqualität bei und bilden eine wesentliche Voraussetzung für einen intakten Wasserhaushalt und sind klimawirksam. Die Kennzahl zeigt, wie viel Boden pro Kopf für Siedlungszwecke verbraucht wird, und weist damit auf das Ausmass der menschlichen Eingriffe in den natürlichen Lebensraum hin.

Bei wachsender Bevölkerungszahl kann die Beanspruchung der Ressource Boden trotz abnehmendem Pro-Kopf-Verbrauch zunehmen.

Beobachtete Entwicklung

2021 betrug im Kanton Luzern die überbaute Fläche pro Einwohner/in 352 Quadratmeter. Das sind 7 Quadratmeter oder 2 Prozent weniger als 2016, aber 12 Quadratmeter oder 4 Prozent mehr als 1982.

Schweizweit werden 360 Quadratmeter pro Einwohner/in für Siedlungszwecke genutzt (revidierte Zahlen von 2018, Datenstand: 14.11.2025)

Definition

Die Kennzahl weist die Summe genutzter Flächen für Bauten und Anlagen in Quadratmetern pro Kopf der mittleren Wohnbevölkerung aus. Die überbaute Fläche umfasst Gebäudeareale, Industrie- und Gewerbeareale, Verkehrsflächen und besondere Siedlungsflächen (Ver- und Entsorgungsanlagen, Abbau- und Deponieflächen, Baustellen, Bau- und Siedlungsbrachen). Sie entspricht damit der Siedlungsfläche gemäss Schweizer Arealstatistik abzüglich der Erholungs- und Grünanlagen.

Daten

Kanton Luzern:

Bodennutzung nach Nutzungsarten 1980/82, 1993/94, 2006/07, 2015/16 und 2021

Analysen

LUSTAT (2026): Arealstatistik 2021

Aktualisiert: 24. August 2026