Überbaute Fläche
Der Boden ist eine unverzichtbare Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen und stellt eine nicht erneuerbare Ressource dar. Unbebaute, unversiegelte und insbesondere begrünte Flächen tragen zur ökologischen Vielfalt und zur Lebensqualität bei und bilden eine wesentliche Voraussetzung für einen intakten Wasserhaushalt und sind klimawirksam. Die Kennzahl zeigt, wie viel Boden pro Kopf für Siedlungszwecke verbraucht wird, und weist damit auf das Ausmass der menschlichen Eingriffe in den natürlichen Lebensraum hin.
Bei wachsender Bevölkerungszahl kann die Beanspruchung der Ressource Boden trotz abnehmendem Pro-Kopf-Verbrauch zunehmen.
Beobachtete Entwicklung
Im Jahr 2016 betrug im Kanton Luzern die überbaute Fläche pro Einwohnerin und Einwohner 359 m². Das sind 13 m² oder 3 Prozent weniger als 2007, aber 18m² oder 5 Prozent mehr als 1982.
Schweizweit werden 360 m² pro Einwohnerin und Einwohner für Siedlungszwecke genutzt.
Definition
Die Kennzahl weist die Summe genutzter Flächen für Bauten und Anlagen in Quadratmetern pro Kopf der mittleren Wohnbevölkerung aus. Die überbaute Fläche umfasst Gebäudeareale, Industrie- und Gewerbeareale, Verkehrsflächen und besondere Siedlungsflächen (Ver- und Entsorgungsanlagen, Abbau- und Deponieflächen, Baustellen, Bau- und Siedlungsbrachen). Sie entspricht damit der Siedlungsfläche gemäss Schweizer Arealstatistik abzüglich der Erholungs- und Grünanlagen.
Daten
Kanton Luzern:
Bodennutzung nach Nutzungsarten 1980/82, 1993/94, 2006/07 und 2015/16
Analysen
LUSTAT (2020): Regionale Disparitäten (Bodennutzung und Siedlungsflächenverbrauch)
LUSTAT (2018): Arealstatistik 2015/16
Aktualisiert: 17. November 2023
