Steuerbelastung

Die finanzielle Situation der Haushalte ist nicht nur abhängig von den Einnahmen, sondern auch von den Ausgaben. Die Steuerbelastung ist Teil der obligatorischen Ausgaben. Die Höhe der obligatorischen Ausgaben beeinflusst wesentlich, was den Haushalten an finanziellen Mitteln zur Deckung der übrigen Kosten oder zum Sparen zur Verfügung steht. Die Besteuerung der Einnahmen ist progressiv ausgestaltet, um steuerpflichtige Personen ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit entsprechend zu besteuern. Sie dienen unter anderem als Mittel zur Reduktion finanzieller Ungleichheiten und können dadurch auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt erhöhen. Der Indikator zeigt den Anteil der Steuerzahlungen am Haushaltseinkommen und misst damit die finanzielle Belastung der Haushalte durch die Steuerausgaben.

Beobachtete Entwicklung

Kreis mit Pfeil nach oben

Der Anteil des Haushaltseinkommens, der für Steuern aufgewendet werden muss, macht 2022 im Mittel (Median) im Kanton Luzern 9,5 Prozent aus. Wird der Durchschnitt der jüngsten drei Datenjahre (2020–2022) mit dem Durchschnitt der ersten drei Datenjahre (2013–2015) verglichen, zeigt sich eine wesentliche Zunahme.

Wird die Steuerbelastung nach Einkommensgruppen betrachtet, zeigt sich, dass die Belastung beim obersten Einkommensfünftel am höchsten ist. Die tiefste Steuerbelastung verzeichnet das unterste Einkommensfünftel. Bei der Steuerbelastung nach Haushaltstyp weisen die Paare ohne Kind/er den höchsten Anteil auf. Die Alleinerziehenden müssen den geringsten Anteil des Haushaltseinkommens für die Steuern aufwenden.

Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Quadrat mit Pfeil nach unten

Bund und Kantone setzen sich in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung und privater Initiative dafür ein, dass Erwerbsfähige ihren Lebensunterhalt durch Arbeit zu angemessenen Bedingungen bestreiten können und dass jede Person gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität, Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit, Mutterschaft, Verwaisung und Verwitwung gesichert ist.

Die Beurteilung erfolgt aufgrund folgender Kriterien:

Ampel rot

Die beobachtete Zunahme wird entsprechend negativ beurteilt.

Definition

Der Indikator weist jenen Anteil des Haushaltseinkommens in Privathaushalten aus, der für die Bezahlung von Steuern (Bund, Kanton, Gemeinde und falls Mitglied einer Staatskirche die Kirchensteuern) aufgewendet werden muss.

Bis 2013 sind die individuellen Prämienverbilligungen im Haushaltseinkommen enthalten. Seit 2014 werden die Prämienverbilligungen durch den Versicherer direkt von der Prämienrechnung abgezogen und werden daher nicht mehr als Einkommensquelle berücksichtigt.

Daten

Luzern:

Öffentliche Finanzen

Analysen

LUSTAT (2024): Wohlstand und Armut im Kanton Luzern

LUSTAT (2021): Sozialbericht des Kantons Luzern 2021

 

Aktualisiert: 25. Juni 2025