Hospitalisierungsrate

Die Hospitalisierungsrate setzt die Zahl der Krankenhausaufenthalte ins Verhältnis zur Bevölkerung. Sie zeigt auf, wie gross der Bedarf der Bevölkerung an stationärer Spitalversorgung ist. Da die Zahl älterer Menschen zunimmt und das Hospitalisierungsrisiko mit zunehmendem Alter steigt, wird für den zeitlichen Vergleich die altersstandardisierte Hospitalisierungsrate verwendet.

Beobachtete Entwicklung

Im Jahr 2023 wurden rund 59'400 Hospitalisierungen von Luzerner/innen gezählt, die sich in inner- oder ausserkantonalen Spitälern und Geburtshäusern behandeln liessen. Die standardisierte Hospitalisierungsrate lag bei 137 Hospitalisierungen pro 1'000 Luzerner/innen, der zweittiefste Wert in den letzten zehn Jahren. Im Pandemie-Jahr 2020 waren es aufgrund des zeitweiligen Verbots nicht dringlicher Behandlungen 135 Hospitalisierungen pro 1'000 Personen gewesen.

Definition

Die Hospitalisierungsrate ergibt sich aus der Anzahl stationärer Spitalaufenthalte pro 1'000 Einwohner/innen. Eine Person, die während des Jahres mehrere stationäre Hospitalisierungen aufweist, wird mehrfach gezählt. Durch die Gewichtung mit einer fiktiven Altersstruktur (europäische Standardbevölkerung 2010) werden Unterschiede im Altersaufbau der verglichenen Jahre herausgerechnet (altersstandardisierte Rate).

Daten

Kanton Luzern:

Krankenhäuser: Hospitalisierungen der Wohnbevölkerung

Schweiz:

Hospitalisierungsrate in Akutsomatik, Psychiatrie und Rehabilitation

Analysen

OBSAN (2024): Versorgungsbericht 2024 Kanton Luzern

Aktualisiert: 26. November 2024