Bildungsmobilität zwischen den Generationen

Der familiäre Hintergrund kann die Bildungskarriere stark beeinflussen. Zum einen erhöhen sich mit steigendem Bildungsstand der Eltern auch die Bildungschancen der Kinder, zum anderen nehmen deren Chancen bei tieferem Bildungsstand der Eltern ab. Vom Bildungssystem wird erwartet, dass es solche Chancenunterschiede ausgleicht und die Chancengleichheit der gesamten Bevölkerung gewährleistet. Der hier vorgenommene Vergleich des Bildungsniveaus der Eltern und ihrer Kinder gibt Aufschluss über die Veränderung des Bildungsniveaus einer Generation gegenüber demjenigen der Vorgeneration. Im Zusammenhang solcher Veränderungen wird von Bildungsmobilität gesprochen.

Beobachtete Entwicklung

Im Jahr 2021 verfügten 24 Prozent aller Eltern der Luzerner Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren über einen Tertiärabschluss. Werden nur die Eltern jener Personen betrachtet, die selbst über einen Tertiärabschluss verfügen, so ist das bei 36 Prozent der Fall. Das bedeutet, dass Eltern von Personen mit Tertiärabschluss häufiger ebenfalls über einen Tertiärabschluss verfügen als dies bei den Eltern aller Personen (unabhängig von ihrem Ausbildungsabschluss) der Fall ist.

Definition

Diese Kennzahl zeigt den strukturellen Unterschied zwischen dem Bildungsstand der Eltern von Personen mit einem tertiären Bildungsabschluss und dem Bildungsstand der Eltern in der Gesamtbevölkerung. Grundgesamtheit der Analyse bildet die Luzerner Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren.

2021: Revision des Fragebogens und Änderung der Erhebungsmethode. Ergebnisse nur eingeschränkt mit früheren Jahren vergleichbar.

Daten

Schweiz:

Intergenerationelle Bildungsmobilität

Analysen

LUSTAT (2024): Bildungsbericht des Kantons Luzern – Lernende der Sekundarstufe II

LUSTAT (2024): Bildungsbericht des Kantons Luzern – Studierende an Hochschulen

Aktualisiert: 27. März 2025