Gemeindefinanzen: Direkte Steuern

Die direkten Steuern machen den grössten Anteil an den Steuererträgen der Gemeinden aus. Die Steuererträge sind die bedeutendste Einnahmequelle der Gemeinden. Mit den Steuererträgen wird ein substanzieller Teil der kommunalen Ausgaben finanziert. Die Höhe der direkten Steuereinnahmen pro Einwohner/in sind abhängig von den finanziellen Verhältnissen der steuerpflichtigen natürlichen und juristischen Personen, dem geltenden Steuergesetz und den Gemeindesteuerfüssen.

Beobachtete Entwicklung

Die direkten Steuereinnahmen der Gemeinden pro Einwohner/in zeigen seit 2019 (Einführung von HRM2) einen leichten Anstieg, der sich auf die Jahre 2023 und 2024 hin akzentuiert. Im Jahr 2020 sank der mittlere Gemeindesteuerfuss aufgrund des Steuerfussabtausches mit dem Kanton um 0,1 Einheiten (Massnahme der Aufgaben- und Finanzreform 18). Die dadurch resultierenden Mindererträge wurden verdeckt durch hohe Nachträge, hohe Vermögenssteuereinnahmen und eine Zunahme der Gewinnsteuereinnahmen der juristischen Personen (ab 2020 wurde die steuerliche Bevorzugung von Holding-, Domizil- und Verwaltungsgesellschaften abgeschafft).

Definition

Bei den direkten Steuern wird zwischen direkten Steuern von natürlichen Personen und solchen von juristischen Personen unterschieden. Die wichtigsten direkten Steuern der natürlichen Personen sind die Einkommenssteuern und die Vermögenssteuern. Die wichtigsten direkten Steuern der juristischen Personen sind die Gewinnsteuern und die Kapitalsteuern.

Daten

Gemeinderechnungen HRM2: Erfolgsrechnung nach Arten (in Franken) seit 2018 (Kanton Luzern)

Gemeinderechnungen HRM2: Erfolgsrechnung nach Arten (Gemeindeübersicht)

Gemeinderechnungen HRM2: Fiskalertrag nach Arten (in Franken) seit 2018 (Kanton Luzern)

Gemeinderechnungen HRM2: Fiskalertrag nach Arten (Gemeindeübersicht)

Steuerfüsse (Gemeindeübersicht)

Mittlere Steuerfüsse seit 1980

Aktualisiert: 28. August 2025