Jugendquotient

Die Altersstruktur der Bevölkerung beeinflusst das intergenerationelle Zusammenleben, die Verfügbarkeit von Arbeitskräften, die Finanzierung der Alterssicherung oder die Gesundheitsversorgung. Sie ist damit eine Schlüsselgrösse zukünftiger Herausforderungen. Der Jugendquotient zeigt das Verhältnis der 0- bis 19-Jährigen zu den 20- bis 64-jährigen Personen. Das heisst, das Verhältnis der Anzahl junger Menschen in einem Alter, in dem man im Allgemeinen wirtschaftlich noch nicht aktiv ist, im Verhältnis zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter.

Beobachtete Entwicklung

Der Jugendquotient war im Kanton Luzern zwischen 1991 und 2014 von 42 auf 33 gesunken und blieb seither stabil auf diesem Niveau. Das bedeutet, dass aktuell (Ende 2024) auf 100 Personen im Erwerbsalter (20–64 Jahre) 33 Kinder und Jugendliche kommen, die das Erwerbsalter noch nicht erreicht haben. Eine Veränderung des Jugendquotienten ist ein Resultat von unterschiedlichen Wachstumsraten der Altersgruppen. Ein Jugendquotient unter 44 bedeutet, dass die nachwachsende Generation kleiner ist als die heutige Bevölkerung im Erwerbsalter. Sofern der fehlende Nachwuchs nicht durch Zuwanderung ausgeglichen wird, führt dies zu einem in der Zukunft abnehmenden Arbeitskräftepotenzial.

Definition

Der Jugendquotient entspricht dem Verhältnis der 0- bis 19-jährigen Wohnbevölkerung zur 20- bis 64-jährigen Wohnbevölkerung.

Daten

Kanton Luzern:

Altersstruktur der Wohnbevölkerung seit 1860

Schweiz:

Ständige Wohnbevölkerung nach Altersklasse und Altersmasszahlen nach Kanton (BFS)

Aktualisiert: 27. August 2025