Armutsquote
Wer nicht über genügend finanzielle Mittel verfügt, um die Grundbedürfnisse decken zu können, gilt als arm. Armut manifestiert sich in erster Linie in finanziellen Mangellagen, sie wirkt sich aber auch auf andere Lebensbereiche und die gesellschaftliche Partizipation aus.
Beobachtete Entwicklung
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Im Jahr 2023 lebten in der Stadt Luzern 4,5 Prozent der Bevölkerung in Haushalten mit einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze (Kanton Luzern: 2,9%). Ohne Ausrichtung von bedarfsabhängigen Sozialleistungen (hier als Transfers bezeichnet) würde dieser Anteil 11,6 Prozent betragen (Kanton Luzern: 7,0%). Das Armutsrisiko wird massgeblich von der Haushaltssituation und dem Alter beeinflusst. So ist die Armutsquote vor Transfers bei Einpersonenhaushalten (17,1%) und Einelternhaushalten (36,2%) um einiges höher als die Armutsquote von Personen, die in anderen Haushaltsformen leben. Das Armutsrisiko der Bevölkerung im Rentenalter ist (sowohl vor als auch nach Transfer) im Mittel vergleichsweise tief, da nebst dem (Renten-)Einkommen auf ein im Lauf des Lebens aufgebautes Vermögen (u.a. auch auf Vorsorgegelder der 2. und 3. Säule) zurückgegriffen werden kann. Wird das Mittel der drei jüngsten Datenjahre (2021–2023) mit dem Mittel der Datenjahre 2014–2016 verglichen, zeigt sich eine Abnahme der Armutsquote nach Transfers in der Stadt Luzern. |
Definition
Anteil der nach Sozialtransfers, d.h. unter Berücksichtigung der Auszahlung von bedarfsabhängigen Sozialleistungen (Wirtschaftliche Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, Alimentenbevorschussungen, Mutterschaftsbeihilfen, Individuelle Prämienverbilligung und Ausbildungsbeiträge) armutsbetroffenen Personen an der gesamten in Privathaushalten lebenden Bevölkerung.
Daten
Kanton Luzern:
Armutsquote der Bevölkerung in Privathaushalten nach Alter
Analysen
Kantonaler Indikator: Finanzielle Armut
LUSTAT (2026): Finanzielle Situation der Luzerner Haushalte
Aktualisiert: 9. Juli 2026
