Leerwohnungen 2025

Leerwohnungsziffer seit vier Jahren unter 1 Prozent

Am 1. Juni 2025 standen im Kanton Luzern 1'665 Wohnungen (inkl. Einfamilienhäuser) leer. Das entspricht einer Leerwohnungsziffer von 0,78 Prozent. Die Leerwohnungsziffer ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken und verbleibt im vierten Jahr in Folge unter der 1-Prozent-Marke. Gemessen am Bestand gab es unter den kleinen Wohnungen mehr Leerstände als unter den grossen. Die Regionen Sursee/Sempachersee sowie Rottal/Wolhusen sind die Luzerner Regionen mit der niedrigsten und die Region Unteres Wiggertal jene mit der höchsten Leerwohnungsziffer.

Leerwohnungsziffer zum vierten Mal in Folge niedriger als 1 Prozent

Am 1. Juni 2025 gab es im Kanton Luzern 1'665 leerstehende Wohnungen (inkl. Einfamilienhäuser). Dies sind 82 Wohnungen weniger als im Vorjahr (–4,7%). Analog zum Vorjahr waren 85 Prozent der Leerwohnungen Miet- und 15 Prozent Kaufobjekte. Die Leerwohnungsziffer, die den Anteil leerstehender Wohnungen am Gesamtwohnungsbestand misst, nahm um 0,04 Prozentpunkte auf 0,78 Prozent ab. Sie lag damit im vierten Jahr in Folge unter der 1-Prozent-Marke.

Von den am Stichtag leerstehenden Wohnungen waren 141 Einheiten oder 8,5 Prozent innerhalb der letzten beiden Jahre fertiggestellt worden. 1'524 Wohnungen beziehungsweise 91,5 Prozent waren früheren Baudatums. Die Grössenkategorie der 3- und 4-Zimmer-Wohnungen, auf welche mehr als die Hälfte (56%) des Luzerner Gesamtwohnungsbestands entfallen, umfasste 481 beziehungsweise 457 Leerwohnungen. Es folgten die Wohnungen mit 2 Zimmern (239 Leerstände) und solche mit 5 Zimmern (205). In den Kategorien der 1-Zimmer-Wohnungen (151) und der Wohnungen mit 6 und mehr Zimmern (132) gab es am wenigsten Leerstand. Zu den vielräumigen Wohnungen gehören auch die meisten Einfamilienhäuser; mit 153 Häusern waren von ihnen mehr unbesetzt als noch ein Jahr zuvor (2024: 132).

Leerwohnungsziffer bei 1-Zimmer-Wohnungen am stärksten rückläufig

Bei den einzelnen Grössenkategorien war der Anteil der Leerwohnungen am jeweiligen Wohnungsbestand bei den 1-Zimmer-Wohnungen am höchsten (1,6%). Von den 2- und 3-Zimmer-Wohnungen waren 0,89 respektive 0,90 Prozent unbesetzt, von den Wohnungen mit 4 sowie mit 5 Zimmern 0,70 respektive 0,58 Prozent. Anteilmässig am wenigsten Leerstände gab es bei den Wohnungen mit 6 Zimmern und mehr (0,57%). Im Vergleich zu 2024 hat die Leerwohnungsziffer in vier der sechs Grössensegmenten abgenommen. Im Grössensegment der 1-Zimmer-Wohnungen war die Abnahme mit Abstand am stärksten (–0,53 Prozentpunkte), bei den Wohnungen mit 6 Zimmern und mehr am schwächsten (–0,05 Pp.). Eine leichte Zunahme der Leerwohnungsziffer wurde bei den Wohnungen mit 4 Zimmern verzeichnet (+0,05 Pp.) und eine etwas stärkere bei jenen mit 5 Zimmern (+0,14 Pp.).

Weiterhin höchste Leerwohnungsziffer im Unteren Wiggertal

Die regionalen Leerwohnungsziffern weichen zum Teil deutlich vom kantonalen Mittelwert von 0,78 Prozent ab. In drei Regionen lag der Wert über der 1-Prozent-Marke, in den restlichen acht Regionen darunter. Am rarsten waren Leerwohnungen in den Analyseregionen Sursee/Sempachersee und Rottal-Wolhusen (je 0,31%) sowie im Agglomerationsgürtel (0,44%). Am höchsten war die Leerwohnungsziffer wie schon in den letzten neun Jahren in der Region Unteres Wiggertal (1,33%), gefolgt von der Region Entlebuch (1,23%). In der Stadt Luzern lag der Leerwohnungsanteil über dem kantonalen Mittel: Am 1. Juni 2025 waren 486 Wohnungen oder 1,01 Prozent des städtischen Wohnungsbestands unbesetzt.

Gegenüber 2024 verzeichneten fünf Regionen eine Zunahme ihrer Leerwohnungsziffer. In Willisau war die Zunahme am stärksten (+0,26 Prozentpunkte), gefolgt vom Unteren Wiggertal (+0,17 Pp.). Fünf Regionen verzeichneten eine Abnahme. Am stärksten rückläufig war dabei der Leerwohnungsanteil im Agglomerationskern (–0,2 Pp.) sowie in der Region Rottal/Wolhusen (–0,11 Pp.). Im Agglomerationsgürtel blieb die Leerwohnungsziffer unverändert.

Reiden und Schongau mit der höchsten Leerwohnungsziffer, Schenkon ohne Leerstand

In absoluten Zahlen standen am 1. Juni 2025 in der Stadt Luzern und der Gemeinde Emmen am meisten Wohnungen (inkl. Einfamilienhäuser) leer – dies bei Leerwohnungsziffern von 1,01 respektive 1,47 Prozent (Kanton: 0,78%). Mehr als ein Drittel aller 79 Luzerner Gemeinden hatten am Stichtag Leerstände von lediglich 1 bis 4 Objekten (28 Gemeinden). Ihre Leerwohnungsziffern lagen zwischen und 0,08 Prozent (Ettiswil) und 0,84 Prozent (Altbüron). Über gar keinen Leerstand verfügte die Gemeinde Schenkon. Die höchsten Leerwohnungsziffern wiesen die Gemeinden Reiden (3,49%) und Schongau (2,96%) aus.

Leerwohnungsziffer

Die aus der Leerwohnungszählung (Stichtag: 1. Juni) abgeleitete Leerwohnungsziffer misst den Anteil der am Markt angebotenen leerstehenden Wohnungen (inkl. Einfamilienhäuser) am gesamten Wohnungsbestand am Ende des Vorjahrs. Die Leerwohnungsziffer 2025 basiert auf dem Wohnungsbestand am 31. Dezember 2024. Die Leerwohnungsziffer ist eine von mehreren Kennzahlen zum Wohnungsmarkt. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt kann mit ihr nicht abschliessend beurteilt werden.

LUSTAT Statistik Luzern / 9. September 2025 / Autorin: Irene Diamantis

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