Zentrums- und Agglomerationsgemeinden weisen oft eine überdurchschnittliche Sozialhilfequote aus. Denn in urbanen Räumen ist der Anteil der Personengruppen grösser, welche ein erhöhtes Sozialhilferisiko aufweisen. Dazu gehören Alleinerziehende, Alleinlebende, Geringqualifizierte und ausländische Staatsangehörige (vgl. Risikogruppen der Sozialhilfe).
Die Sozialhilfequote in der Stadt Luzern lag 2023 mit 4,2 Prozent 2,0 Prozentpunkte über der kantonalen Gesamtquote. Die Quote der Stadt Luzern nahm damit erstmals seit 2018 wieder ab (–0,3 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr); es wurden knapp 170 Personen weniger unterstützt als im Vorjahr (2023: 3'525 Beziehende). Die Abnahme ist keiner bestimmten Bevölkerungsgruppe zuzuordnen. So ging die Zahl der Beziehenden beispielsweise bei allen Altersgruppen von den 0- bis 17-Jährigen bis zu den 46- bis 55-Jährigen zurück. Auch bei den Schweizer/innen wie auch bei den Ausländer/innen kam es jeweils zu einem Rückgang. Bei Letztgenannten kam es bei allen Aufenthaltsstatus zu einer Abnahme, ausgenommen die Jahresaufenthalter/innen (B-Ausweis), welche eine Zunahme verzeichneten.
Die Sozialhilfequoten der beiden grössten Agglomerationskerngemeinden Emmen (3,3%) und Kriens (2,9%) sind 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,2 bzw. 0,5 Prozentpunkte gesunken. Im Jahr 2020 hatte die Quote in diesen beiden Gemeinden noch über der 4-Prozent-Marke gelegen. In Horw hat sich die Quote gegenüber dem Vorjahr von 2,5 auf 2,2 Prozent reduziert. In Ebikon verblieb die Sozialhilfequote bei 3,0 Prozent. Im Agglomerationskern insgesamt sank die Quote von 2,8 auf 2,6 Prozent. Damit ist Sozialhilfequote im Agglomerationskern seit 2017, als sie noch bei 3,6 Prozent gelegen hatte, kontinuierlich gesunken.
In den ländlichen und suburbanen Luzerner Gemeinden ist die Sozialhilfequote im Allgemeinen tiefer als in den urbanen Gemeinden. Im Agglomerationsgürtel, dem suburbanen Umland der Stadt Luzern, nahm 2023 die bereits im Vorjahr tiefste Quote aller Luzerner Analyseregionen auf 0,9 Prozent ab (–0,1 Prozentpunkte). Auch in den Regionen Entlebuch (1,2%), Seetal (1,4%) und Sursee/Sempachersee (1,2%) nahmen die Quoten um je 0,1 Prozentpunkte ab. In Michelsamt/Surental (1,4%), Rooterberg/Rigi (1,3%), Unteres Wiggertal (1,1%) und Willisau (1,7%) nahm die Quote um je 0,2 Prozentpunkte ab. In Rottal-Wolhusen (1,9%) nahm die Sozialhilfequote noch deutlicher, nämlich um 0,3 Prozentpunkte ab.