Erwerbstätigen wird wirtschaftliche Sozialhilfe (WSH) als Ergänzung zum Lohn ausbezahlt, wenn dieser zusammen mit anderen Einkommensquellen nicht zur Deckung des Lebensbedarfs ausreicht. 2023 waren von den Luzerner Sozialhilfebeziehenden im erwerbsfähigen Alter zwischen 18 und 64 Jahren 34,0 Prozent (2022: 35,2%) erwerbstätig. In absoluten Zahlen ausgedrückt gab es eine Abnahme von knapp 2'270 auf knapp 2'070 Personen. Die Abnahme ist vor allem in der Kategorie "Arbeit auf Abruf" von gut 390 auf gut 340 Personen und bei den "Lernenden" von knapp 420 auf gut 370 Personen zu beobachten. 40,7 Prozent (2022: 38,7%) der 2023 unterstützten Erwerbstätigen (ohne Lernende) waren in einem Teilzeitpensum unter 50 Prozent beschäftigt, 20,9 Prozent (2022: 23,2%) waren Vollzeit beschäftigt. Die restlichen unterstützten Erwerbstätigen hatten entweder mehrere Teilzeitanstellungen oder eine Teilzeitanstellung mit einem Pensum von 50 Prozent oder mehr.
Knapp zwei Drittel der Luzerner Sozialhilfeempfänger/innen im erwerbsfähigen Alter gingen 2023 keiner beruflichen Tätigkeit nach. 23,3 Prozent (2022: 22,9%) waren erwerbslos. Das heisst, sie hätten jederzeit für die Aufnahme einer Tätigkeit zur Verfügung gestanden, blieben aber ohne Erwerb. In absoluten Zahlen bedeutet dies eine Abnahme von knapp 1'480 auf gut 1'420 Personen. Hier ist die Abnahme vor allem in den Kategorien "Arbeitsintegrationsprogramm" von gut 280 auf 260 Personen und "Beschäftigungsprogramm für Ausgesteuerte" von 170 auf gut 140 Personen zu beobachten. 39,8 Prozent der Unterstützten waren 2023 Nichterwerbspersonen (2022: 38,7%). Ihre Zahl sank gegenüber dem Vorjahr von knapp 2'500 auf gut 2'420 Personen. Die deutlich grösste Abnahme verzeichnete hier die Kategorie "in Ausbildung (ohne Lernende)" von knapp 340 auf gut 260 Personen.