Anfang 2023 boten die 15 Alters- und Pflegeheime im Kanton Zug 1'177 stationäre Plätze für Pflege und Betreuung an (ohne Pflegeheime und -abteilungen von Klöstern). Die Alters- und Pflegeheime des Kantons Zug waren im Jahr 2023 durchschnittlich zu 97,1 Prozent ausgelastet. Das ist erneut eine höhere Auslastung als im Vorjahr (2022: 96,8%) und als in der Zentralschweiz insgesamt (95,1%).
2023 ist die Zahl der Bewohner/innen in den Zuger Pflegeheimen erneut leicht gestiegen. Ende Jahr lebten 1'154 Personen in den Zuger Heimen (2022: 1′117 Personen).
Im Kanton Zug erfolgte der Heimeintritt mit langfristiger Absicht 2023 im Schnitt mit 84,7 Jahren. Damit ist das durchschnittliche Eintrittsalter der Pflegeheimbewohner/innen innerhalb von zehn Jahren um rund 2 Lebensjahre angestiegen (2014: 82,9 Jahre). Unter anderem ermöglicht der medizinische Fortschritt sowie der Ausbau von ambulanten Pflege und Hilfsangeboten einen zunehmend späteren Eintritt in die stationäre Pflege.
2023 blieb im Kanton Zug der Anteil der 65-jährigen und älteren Bevölkerung, der im Heim lebt, gegenüber dem Vorjahr bei 4,8 Prozent stabil. Der Zentralschweizer Durchschnitt lag bei 5,6 Prozent. Der Anteil der 95-jährigen und älteren Zuger/innen, der in einem Alters- oder Pflegeheim lebt, ist 2023 (47,6%) hingegen um knapp 4 Prozentpunkte gesunken. 2023 lebten 54,2 Prozent der Zuger Frauen im Alter ab 95 Jahren in einem Heim (Männer: 30,2%). Innerhalb der Zuger Heime betrug der Frauenanteil an den 95-jährigen und älteren Bewohnenden 82,7 Prozent (Männer: 17,3%). Allgemein steigt der Frauenanteil in den Pflegeheimen mit zunehmendem Alter deutlich an. Das geht unter anderem auch darauf zurück, dass Frauen eine höhere Lebenserwartung haben und im Alter häufiger allein leben als Männer. Männer können im Fall einer Pflegebedürftigkeit eher auf die Unterstützung einer Partnerin zurückgreifen. Über alle Altersgruppen hinweg waren 2023 gut 68,2 Prozent der Zuger Heimbewohnenden weiblich. Der Männeranteil betrug mit 31,8 Prozent weniger als die Hälfte. Bei den 95-jährigen und älteren Bewohnenden machten die Männer noch 17,3 Prozent aus.
2023 wurden insgesamt 844 Eintritte in die Zuger Alters- und Pflegeheime gezählt. Damit sind die Eintritte 2023 wieder gesunken, nachdem sie drei Jahre in Folge gestiegen waren (2022: 921 Eintritte). Gut zwei Fünftel dieser Eintritte (42,2%) initiierten einen Kurzzeitaufenthalt; im Jahr zuvor war es mehr als die Hälfte (52,2%) gewesen. Wird der Anteil der Eintritte für einen Kurzzeitaufenthalt langfristig betrachtet, sind diese – wie in allen Zentralschweizer Kantonen – im 10-Jahres-Vergleich gestiegen (2014: 30,4%). Kurzzeitaufenthalte in Heimen können bei kurzzeitig verschlechtertem Gesundheitszustand sinnvoll sein und betreuende Angehörige vorübergehend entlasten.
488 Eintritte in Zuger Heime erfolgten 2023 mit langzeitiger Absicht (57,8%). 38,3 Prozent der eintretenden Langzeitaufenthalter/innen hatten zuvor im eigenen Zuhause gelebt. 35,0 Prozent kamen vom Krankenhaus und 24,2 Prozent von einer anderen Institution ins Heim. Während der Austritt aus einem Kurzzeitaufenthalt meist zurück nach Hause führte, endeten die Langzeitaufenthalte in 4 von 5 Fällen mit dem Lebensende der Bewohner/innen. Die durchschnittliche Dauer eines Langzeitaufenthalts betrug 2,6 Jahre. Im Durchschnitt war die Aufenthaltsdauer bei den Frauen länger als bei den Männern (2023: 3,2 vs. 1,8 Jahre).
Im Kanton Zug wurden 2023 gut 417'300 Heimtage fakturiert, rund 8'300 Tage mehr als 2022 (+2,0%). Ohne Reservationstage belief sich die Anzahl fakturierter Aufenthaltstage auf gut 406'500.
Gemäss Verordnung zum Krankenversicherungsgesetz wird der Pflegeaufwand für die Bewohner/innen in 12 Pflegestufen unterteilt, wobei jede Stufe einer Zunahme des täglichen Pflegeaufwands um 20 Minuten entspricht. Der Anteil der Aufenthaltstage ohne oder mit niedrigem Pflegebedarf (Pflegestufe 1–2, 1 bis 40 Min./Tag) ist im Kanton Zug im 10-Jahres-Vergleich tendenziell rückläufig (2014: 29,1%). 2023 sank er gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozentpunkte auf 20,3 Prozent. Der Anteil der Aufenthaltstage mit mittlerem Pflegeaufwand (Pflegestufe 3–7, 41 bis 140 Min./Tag) blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert bei 49,4 Prozent. Der Anteil der fakturierten Aufenthaltstage mit hohem Pflegeaufwand (Pflegestufen 8–12, 141 Min./Tag und mehr) stieg 2023 auf 29,8 Prozent an (2022: 27,9%).
Ende 2023 waren insgesamt 1'656 Personen in den Zuger Pflegeheimen beschäftigt; das sind gut 100 Personen mehr als im Jahr zuvor. Sie besetzten im Jahresmittel 1'218 Vollzeitstellen (+5,1% gegenüber Vorjahr). Auf 1000 verrechnete Heimtage kamen 3,0 Vollzeitäquivalente (VZÄ).
Die rund 744 Vollzeitstellen in der Pflege waren 2023 wie im Vorjahr zu 44,3 Prozent mit Fachpersonal besetzt. 7,8 Prozent waren durch Assistenzpersonal besetzt, Personen mit einem Abschluss als Pflegehelfer/in machten 24,7 Prozent der Vollzeitstellen aus. 18,4 Prozent der Vollzeitstellen wurden durch Pflegepersonal in Aus- oder Weiterbildung besetzt. Das sind leicht weniger als im Vorjahr (2022: 20,5%). 4,8 Prozent des Pflegepersonals verfügten über keine oder eine fachfremde Ausbildung.