Im Kanton Schwyz standen 2023 in 30 Alters- und Pflegeheimen (27 Institutionen; 3 davon betreiben 2 Heime) 1'886 stationäre Plätze für Pflege und Betreuung zur Verfügung. Damit gab es drei Jahre in Folge einen Rückgang der verfügbaren stationären Plätze. Auch bedingt durch die Schliessung eines Alters- und Pflegeheimes sind rund 80 Plätze weniger verfügbar (–3,9%). In der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen bezieht sich die Anzahl der stationären Plätze auf die Plätze, über die der Betrieb am 1. Januar des erfassten Datenjahrs verfügt. Die Anzahl der in der Statistik angegebenen verfügbaren Plätze kann somit von der Anzahl bewilligter Plätze abweichen.
Ende 2023 lebten mit 1'757 Bewohner/innen nahezu gleich viele Personen in den Heimen des Kantons (2022: 1'755 Pers.). Die Institutionen waren im Jahresdurchschnitt zu 93,2 Prozent ausgelastet. Damit ist die mittlere Auslastung erneut gestiegen (+5,6 Prozentpunkte). Die Zentralschweiz insgesamt wies eine Auslastung von 95,1 Prozent aus.
2023 erfolgte im Kanton Schwyz der Heimeintritt durchschnittlich mit 84,3 Jahren. Das durchschnittliche Eintrittsalter der Heimbewohner/innen ist damit innerhalb von zehn Jahren um 2 Lebensjahre angestiegen (2014: 82,3 Jahre). Unter anderem ermöglicht der medizinische Fortschritt sowie der Ausbau von ambulanten Pflege und Hilfsangeboten einen zunehmend späteren Eintritt in die stationäre Pflege.
Der Anteil der Bevölkerung über 65 Jahren, der in einem Pflegeheim lebt, ist seit Jahren rückläufig. Diese Tendenz gilt für alle Zentralschweizer Kantone. In Schwyz sank der Wert 2023 leicht auf 5,4 Prozent (2022: 5,6%). Der Anteil der 95-jährigen und älteren Schwyzer/innen, die in einem Pflegeheim wohnen, ist ebenfalls zurückgegangen – von rund 55,0 auf 50,8 Prozent.
Auch 2023 waren – wie in den letzten Jahren – mehr als zwei Drittel der Schwyzer Heimbewohnenden weiblich (67,8%). Der Frauenanteil in den Heimen steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Bei den Heimbewohnenden im Alter ab 95 Jahren lag der Frauenanteil bei 78,7 Prozent. Der Anteil in den Heimen erhöht sich, da Frauen eine höhere Lebenserwartung haben und im Alter häufiger allein leben. Männer können anderseits im Fall einer Pflegebedürftigkeit eher auf die Unterstützung einer Partnerin zurückgreifen. 2023 lebten von den Schwyzerinnen im Alter ab 95 Jahren 55,0 Prozent im Heim (2022: 62,4%).
Mit insgesamt 1'225 Eintritten in Schwyzer Alters- und Pflegeheimen gingen 2023 die Eintritte um 5,3 Prozent zurück (2022: 1ꞌ294 Eintritte). Der Rückgang ist sowohl bei den Kurzzeitaufenthalten als auch bei den Langzeitaufenthalten zu verzeichnen.
2023 initiierten im Kanton Schwyz 528 der Heimeintritte einen Kurzzeitaufenthalt. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine leichte Abnahme (–7,5%). Im 10-Jahres-Vergleich ist der Anteil an Kurzzeitaufenthalten im Kanton allerdings markant angestiegen (2014: 30,7%, 2023: 43,1%). Kurzzeitaufenthalte in Heimen können Angehörige entlasten und bei kurzzeitig verschlechtertem Gesundheitszustand sinnvoll sein. Sie sind Teil der intermediären Strukturen, die zunehmend an Bedeutung gewinnen.
697 Schwyzer Heimeintritte erfolgten 2023 mit der Absicht eines Langzeitaufenthalts (56,9%). Gut 38 Prozent der eintretenden Langzeitaufenthalter/innen hatte zuvor noch im eigenen Zuhause gelebt. 26,8 Prozent kamen vom Krankenhaus und 30,7 Prozent von einer anderen Institution ins Heim. Während der Austritt aus einem Kurzzeitaufenthalt meist zurück nach Hause führte, endeten die Langzeitaufenthalte in 83,7 Prozent der Fälle mit dem Lebensende der Bewohner/innen. Die durchschnittliche Dauer eines Langzeitaufenthalts betrug 2,2 Jahre. Im Durchschnitt war die Aufenthaltsdauer bei den Frauen länger als bei den Männern (2023: 2,6 vs. 1,7 Jahre).
Im Kanton Schwyz wurden 2023 rund 641'300 Heimtage fakturiert. Tage, an welchen ein Heimzimmer trotz Abwesenheit der Klientenschaft reserviert bleibt, werden als Reservationstage erfasst. Ohne Reservationstage belief sich die Anzahl fakturierter Aufenthaltstage auf rund 628'700. Das sind knapp 14'500 fakturierte Aufenthaltstage mehr als im Vorjahr.
Gemäss Verordnung zum Krankenversicherungsgesetz wird der Pflegeaufwand für die Bewohner/innen in 12 Pflegestufen unterteilt, wobei jede Stufe einer Zunahme des täglichen Pflegeaufwands um 20 Minuten entspricht. Der Anteil der Aufenthaltstage mit keinem oder niedrigem Pflegebedarf (Pflegestufe 1–2, 1 bis 40 Min./Tag) ist im Kanton Schwyz erneut etwas gesunken. 2023 betrug der Anteil 17,9 Prozent, somit 0,8 Prozentpunkte weniger als noch im Vorjahr. Der Anteil der fakturierten Aufenthaltstage in den Pflegestufen 3 bis 7 (41 bis 140 Min./Tag) ist gegenüber dem Vorjahr von 56,0 auf 55,4 Prozent ebenfalls leicht gesunken. Der Anteil fakturierter Aufenthaltstage mit hohem Pflegeaufwand (Pflegestufen 8–12, 141 Min./Tag und mehr) ist 2023 wiederholt gewachsen (von 25,3 auf 26,8%).
2023 waren in den Schwyzer Alters- und Pflegeheimen 2'632 Personen in 1'973 Vollzeitstellen (VZÄ) beschäftigt. Davon wurden rund 1'208 VZÄ in der Pflege eingesetzt. Obwohl die Anzahl Vollzeitstellen insgesamt leicht gestiegen ist (+1,4%), blieben die VZÄ in der Pflege unverändert. Auf 1000 verrechnete Heimtage kamen 3,1 Stellen.
Am häufigsten waren die Pflegestellen mit Fachpersonal besetzt (40,5%). Personen mit einem Abschluss als Pflegehelfer/in SRK oder Praktikanten/innen besetzten 35,4 Prozent der Stellen. Gut 5 Prozent hatte das Assistenzpersonal inne. Der Anteil an Pflegepersonal in Aus- oder Weiterbildung ist 2023 um 1,6 Prozentpunkte auf 15,4 Prozent gestiegen. Der Anteil des Pflegepersonals ohne oder mit fachfremder Ausbildung betrug 3,4 Prozent.