Alters- und Pflegeheime im Kanton Schwyz 2024

Erneut weniger Eintritte in Schwyzer Heime

Im Kanton Schwyz standen 2024 in 30 Alters- und Pflegeheimen (27 Institutionen; 3 davon betreiben 2 Heime) 1'880 stationäre Plätze für Pflege und Betreuung zur Verfügung. Damit kam es im vierten Jahr in Folge zu einem Rückgang der verfügbaren stationären Plätze. In der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen bezieht sich die Anzahl der stationären Plätze auf die Plätze, über die der Betrieb am 1. Januar des erfassten Datenjahrs verfügt. Die Anzahl der in der Statistik angegebenen verfügbaren Plätze kann somit von der Anzahl bewilligter Plätze abweichen.

Ende 2024 lebten mit 1'777 Bewohner/innen mehr Personen in den Heimen des Kantons als im Vorjahr (2023: 1'757 Pers.). Die Institutionen waren im Jahresdurchschnitt zu 94,7 Prozent ausgelastet. Damit ist die mittlere Auslastung erneut gestiegen (+1,5 Prozentpunkte), liegt aber weiterhin unter derjenigen der Zentralschweiz insgesamt (96,3%).

Zwei Drittel der Schwyzer Heimbewohnenden sind Frauen

2024 erfolgte im Kanton Schwyz der Heimeintritt durchschnittlich mit 84,1 Jahren. Das durchschnittliche Eintrittsalter der Heimbewohner/innen ist damit innerhalb von zehn Jahren angestiegen (2015: 82,7 Jahre). Unter anderem ermöglicht der medizinische Fortschritt sowie der Ausbau von ambulanten Pflege- und Hilfsangeboten einen zunehmend späteren Eintritt in die stationäre Pflege.

Der Anteil der Bevölkerung über 65 Jahren, der in einem Pflegeheim lebt, sank im Kanton Schwyz auf 5,3 Prozent (2023: 5,4%). Der Anteil der 95-jährigen und älteren Schwyzer/innen, die in einem Pflegeheim wohnen, ist ebenfalls erneut zurückgegangen – von 50,8 auf 49,2 Prozent. Von den Schwyzerinnen im Alter ab 95 Jahren lebten 54,0 Prozent in einem Heim (Männer: 37,1%).

Auch 2024 waren – wie in den letzten Jahren – mehr als zwei Drittel der Schwyzer Heimbewohnenden weiblich (67,1%). Der Frauenanteil in den Heimen steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Bei den Heimbewohnenden im Alter ab 95 Jahren lag der Frauenanteil bei 78,7 Prozent. Der Anteil in den Heimen erhöht sich, da Frauen eine höhere Lebenserwartung haben und im Alter häufiger allein leben. Männer können anderseits im Fall einer Pflegebedürftigkeit eher auf die Unterstützung einer Partnerin zurückgreifen.

Eintritte in Schwyzer Heime erneut rückläufig

Mit insgesamt 1'146 Eintritten in Schwyzer Alters- und Pflegeheimen gingen 2024 die Eintritte erneut zurück, diesmal um 6,4 Prozent (2023: 1ꞌ225 Eintritte). Der Rückgang ist sowohl bei den Kurzzeit- als auch bei den Langzeitaufenthalten zu verzeichnen.

2024 initiierten im Kanton Schwyz 37,7 Prozent der Heimeintritte einen Kurzzeitaufenthalt. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Abnahme um 5,4 Prozentpunkte. Im 10-Jahres-Vergleich ist der Anteil an Kurzzeitaufenthalten im Kanton allerdings angestiegen (2015: 34,7%, 2024: 37,7%). Kurzzeitaufenthalte in Heimen können Angehörige entlasten und bei kurzzeitig verschlechtertem Gesundheitszustand sinnvoll sein. Sie sind Teil der intermediären Strukturen, die zunehmend an Bedeutung gewinnen.

62,3 Prozent der Schwyzer Heimeintritte erfolgten 2024 mit langfristiger Absicht. 33,3 Prozent der eintretenden Langzeitaufenthalter/innen hatte zuvor noch im eigenen Zuhause gelebt. 38,5 Prozent kamen vom Krankenhaus und 24,6 Prozent von einer anderen Institution ins Heim. Während der Austritt aus einem Kurzzeitaufenthalt meist zurück nach Hause führte, endeten die Langzeitaufenthalte in 82,8 Prozent der Fälle mit dem Lebensende der Bewohner/innen. Die durchschnittliche Dauer eines Langzeitaufenthalts betrug 2,4 Jahre. Im Durchschnitt war die Aufenthaltsdauer bei den Frauen länger als bei den Männern (2,9 vs. 1,6 Jahre).

Erneut mehr pflegeintensive Aufenthaltstage fakturiert

Im Kanton Schwyz wurden 2024 gut 651'300 Heimtage fakturiert. Tage, an welchen ein Heimzimmer trotz Abwesenheit der Klientenschaft reserviert bleibt, werden als Reservationstage erfasst. Ohne Reservationstage belief sich die Anzahl fakturierter Aufenthaltstage auf gut 636'700. Das entspricht einem leichten Anstieg um 1,3 Prozent.

Gemäss Verordnung zum Krankenversicherungsgesetz wird der Pflegeaufwand für die Bewohner/innen in 12 Pflegestufen unterteilt, wobei jede Stufe einer Zunahme des täglichen Pflegeaufwands um 20 Minuten entspricht. Der Anteil der Aufenthaltstage mit keinem oder niedrigem Pflegebedarf (Pflegestufe 1–2, 1–40 Min./Tag) ist im Kanton Schwyz erneut etwas gesunken. 2024 betrug der Anteil 16,5 Prozent und somit 1,4 Prozentpunkte weniger als noch im Vorjahr. Der Anteil der fakturierten Aufenthaltstage in den Pflegestufen 3 bis 7 (41–140 Min./Tag) ist gegenüber dem Vorjahr von 55,3 auf 55,6 Prozent leicht gestiegen. Der Anteil fakturierter Aufenthaltstage mit hohem Pflegeaufwand (Pflegestufen 8–12, 141 Min./Tag und mehr) ist 2024 erneut gewachsen (von 26,8 auf 27,8%).

Wieder mehr Pflegepersonal mit Fachausbildung

Ende 2024 waren insgesamt 2'720 Personen in den Schwyzer Pflegeheimen beschäftigt. Das sind 88 Personen mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Vollzeitäquivalente (VZÄ) im Jahresmittel ist von 1'973 auf 1'996 angestiegen. 1'213 der insgesamt 1'996 VZÄ waren von Pflegepersonal besetzt (2023: 1'208 VZÄ). Pro 1000 verrechnete Heimtage standen insgesamt 3,1 VZÄ zur Verfügung, wovon 2,0 VZÄ auf die Pflege entfielen.

Am häufigsten waren die Pflegestellen mit Fachpersonal besetzt (41,3%). Dieser Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht gestiegen (2023: 40,5%). Personen mit einem Abschluss als Pflegehelfer/in SRK oder Praktikanten/innen (Hilfspersonal Pflege/Betreuung) besetzten 34,8 Prozent der VZÄ. 4,5 Prozent hatte das Assistenzpersonal inne. Der Anteil an Pflegepersonal in Aus- oder Weiterbildung stieg leicht auf 15,5 Prozent. Der Anteil des Pflegepersonals ohne oder mit fachfremder Ausbildung betrug 3,5 Prozent, was ebenfalls einem leichten Anstieg entspricht.


LUSTAT Statistik Luzern / 23. Oktober 2025 / Autorin: Eliane Degonda

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