Krankenhäuser im Kanton Luzern 2025

Nahezu 10'000 Vollzeitstellen in den Luzerner Krankenhäusern

Rund 67'600 Personen wurden 2025 in einem Luzerner Spital stationär behandelt, 2,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Häufigste Hospitalisierungsgründe waren Verletzungen, Muskel-Skelett-Erkrankungen oder Krankheiten des Kreislaufsystems. Das Stellenvolumen im ambulanten und stationären Bereich erhöhte sich um 3,5 Prozent auf rund 9'900 Vollzeitäquivalente.

Leistungserbringer

9 von 10 Hospitalisierungen erfolgen im Akutspital

2025 waren in den 10 Krankenhäusern im Kanton Luzern rund 67'600 Personen in stationärer Behandlung, in 9 von 10 Fällen in einem Akutspital. Zu diesen zählen das Luzerner Kantonsspital (LUKS), die Hirslanden Klinik St. Anna sowie das Geburtshaus Terra Alta. Alle drei Akutbetriebe verzeichneten 2025 eine Zunahme der stationären Hospitalisierungen (insgesamt: +1,4%). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in den Akutspitälern hat sich in den letzten 10 Jahren von 5,6 auf 4,7 Tage verkürzt.

Stetig mehr Behandlungsfälle in der Psychiatrie

Die Luzerner Psychiatrie (LUPS) und das Therapiezentrum Meggen (Fachklinik für Suchtkrankheiten) behandelten 2025 rund 3'100 stationäre Fälle (4,6 Prozent aller stationären Hospitalisierungen). Gegenüber dem Vorjahr wurde eine Zunahme um 6,3 Prozent verzeichnet. Seit 2020 hat die Zahl der Behandlungsfälle kontinuierlich zugenommen. Zwischen 2020 und 2025 betrug die durchschnittliche jährliche Zunahme 4,9 Prozent.

Zu den Rehabilitationskliniken des Kantons Luzern zählten 2025 die Luzerner Höhenklinik Montana, die Rehaklinik Sonnmatt sowie die Neurorehabilitationskliniken Cereneo in Weggis und Vitznau. Als Spezialklinik für Querschnitt-, Rücken- und Beatmungsmedizin erbringt auch das Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) Leistungen im Rehabilitationsbereich. Insgesamt verzeichneten diese Kliniken 2025 rund 3'500 Hospitalisierungen (5,2 Prozent aller stationären Hospitalisierungen). Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die stationären Behandlungsfälle um 8,2 Prozent zu.

Mehr Betten in Betrieb beim LUKS und SPZ

2025 standen in den Krankenhäusern des Kantons Luzern rund 1'600 Betten für stationäre Behandlungen zur Verfügung. Darin nicht eingeschlossen sind Notfallbetten, Isolationsbetten sowie Betten für Zivilschutz, gesunde Neugeborene oder ambulante Behandlungen.

Im Akutbereich waren 2025 insgesamt 940 Betten in Betrieb. In der Hirslanden Klinik St. Anna war es auch 2025 im Zusammenhang mit dem Neubauprojekt zur temporären Schliessung von Betten gekommen. Das LUKS verzeichnete hingegen mehr Betten als im Vorjahr.

Im Psychiatriebereich waren mit 313 Betten gleich viele Betten in Betrieb wie im Vorjahr. Die Bettenzahl im Rehabilitationsbereich (ohne SPZ) betrug 144 Betten (2024: 143 Betten). Das SPZ verzeichnete eine Zunahme um 10 auf insgesamt 190 Betten.

Patientinnen und Patienten

Verletzungen, Muskel-Skelett- oder Kreislauferkrankungen sind häufigste Hospitalisierungsgründe

Einen stationären Aufenthalt in einem Krankenhaus machten 2025 am häufigsten Verletzungen, Muskel-Skelett-Erkrankungen oder Krankheiten des Kreislaufsystems erforderlich (je rund 8'500 Hospitalisierungen). Je rund 5'500 Hospitalisierungen erfolgten aufgrund von Tumoren oder Krankheiten des Verdauungssystems.

Der Frauenanteil der stationär Hospitalisierten lag insgesamt bei 51,0 Prozent. Deutlich verstärkt vertreten waren die Frauen in der Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen (68,0%), bedingt durch die Spitalaufenthalte infolge Schwangerschaft und Geburt (7,0% aller stationären Hospitalisierungen). Auch bei den Patienten/-innen im Alter ab 85 Jahren war der Anteil der Frauen grösser als jener der Männer. Hierzu dürfte die höhere Lebenserwartung der Frauen beitragen.

Bei rund einem Viertel der Hospitalisierungen handelte es sich um stationäre Behandlungen von Personen aus anderen Kantonen.

Intensivbehandlungen und Todesfälle stabil

Im Kanton Luzern verfügen das Luzerner Kantonsspital (LUKS), die Hirslanden Klinik St. Anna und das Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) über Intensivstationen. 2025 bedingten 6,7 Prozent (rund 4'600 Fälle) aller Hospitalisierungen (inkl. Psychiatrie und Reha) einen Aufenthalt auf der Intensivstation, was den Vorjahreswerten entspricht. Häufigste Ursache für einen Intensivaufenthalt waren Erkrankungen des Kreislaufsystems wie Herzinfarkte oder Aortenaneurysmen (Aussackung der Hauptschlagader). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer auf einer Intensivstation betrug 3,1 Tage.

2025 starben rund 1'000 Personen in einem Luzerner Spital, 1,5 Prozent der stationären Behandlungsfälle. Auch dieser Anteil blieb gegenüber den Vorjahren stabil. Über die Hälfte der 2025 verstorbenen Patienten/-innen waren wegen Krankheiten des Kreislaufsystems oder tumorbedingt in Spitalbehandlung gewesen. Das Durchschnittsalter der verstorbenen Patienten/-innen lag bei 73 Jahren.

Personal

Stellenvolumen erhöht sich auf knapp 10'000 Vollzeitstellen

Ende 2025 waren in den Luzerner Krankenhäusern rund 12'800 Personen angestellt. Knapp ein Drittel der beschäftigten Personen war in der Administration, im technischen Dienst oder im Sozialdienst tätig; gut zwei Drittel in einer medizinischen oder pflegerischen Funktion. Die Stellenzahl insgesamt erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent auf im Jahresmittel rund 9'900 Vollzeitstellen (VZÄ). Nicht berücksichtigt ist dabei externes Personal (z.B. Belegärzte), für dessen Leistungen der Betrieb nicht sozialversicherungspflichtig ist.

Unterschiedliche Personalentwicklungen in den einzelnen Betrieben

Die Akutspitäler wiesen im Jahr 2025 rund 7'300 Stellen aus (+3,5%). Im Vorjahresvergleich verzeichnete allerdings nur das LUKS eine Zunahme (+296 VZÄ). Auch bei den Rehabilitationskliniken (inkl. SPZ) zeigten sich pro Betrieb unterschiedliche Entwicklungen. Insgesamt nahm die Stellenzahl um 4,3 Prozent auf knapp 1'500 VZÄ zu. In den Psychiatriekliniken lag das Stellenvolumen 2025 bei rund 1'100 Vollzeitstellen (+2,5%).

Mehr Ausbildungsstellen in der Pflege

Rund 4'000 der insgesamt rund 9'900 VZÄ zählten zum Pflegepersonal (inkl. Personen in Ausbildung). Die Zahl der Vollzeitstellen in der Pflege nahm im Vorjahresvergleich um 2,1 Prozent zu. Bei den angestellten Ärzten/-innen (+6,3%) und dem medizinisch-technischen oder medizinisch-therapeutischen Personal (+5,0%) fiel die Zunahme grösser aus. Nachdem sich das Pflegepersonal in Ausbildung seit 2021 jährlich reduziert hatte, wurde 2025 erstmals wieder eine Zunahme auf rund 900 VZÄ registriert.

Personalkosten betragen rund drei Fünftel des Gesamtaufwands

Die Personalkosten der Luzerner Krankenhäuser betrugen 2025 rund 1,13 Milliarden Franken. Das sind 60,3 Prozent des gesamten Aufwands. Der gesamte Aufwand der 10 Luzerner Spitalbetriebe belief sich auf rund 1,87 Milliarden Franken. Das entspricht einer Zunahme von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Ertrag erhöhte sich um 6,4 Prozent auf rund 1,88 Milliarden Franken.

LUSTAT Statistik Luzern / 15. Oktober 2026

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