Alters- und Pflegeheime im Kanton Schwyz 2025
Eintritte in Schwyzer Pflegeheime auf Vorjahresniveau
2025 standen in den 30 Pflegeheimen des Kantons Schwyz (27 Institutionen; 3 davon betreiben 2 Pflegeheime) 1'891 stationäre Plätze für Pflege und Betreuung zur Verfügung. Die Zahl der verfügbaren stationären Plätze lag 2025 leicht über dem Niveau des Vorjahres. In der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen bezieht sich die Anzahl der stationären Plätze auf die Plätze, über die der Betrieb am 1. Januar des erfassten Datenjahrs verfügt. Die Anzahl der in der Statistik angegebenen verfügbaren Plätze kann somit von der Anzahl bewilligter Plätze abweichen.
Am Jahresende 2025 lebten 1'804 Bewohner/innen in den Pflegeheimen des Kantons. Das sind mehr als im Vorjahr (+1,5%). Die Institutionen waren im Jahresdurchschnitt zu 95,0 Prozent ausgelastet. Damit ist die mittlere Auslastung gegenüber dem Vorjahr erneut leicht gestiegen (+0,3 Prozentpunkte), liegt aber weiterhin unter derjenigen der Zentralschweiz insgesamt (96,3%).
Fast vier Fünftel der hochbetagten Bewohner/innen sind Frauen
Der Anteil der über 65-jährigen Bevölkerung, der in einem Pflegeheim lebt, lag im Kanton Schwyz mit 5,2 Prozent auf dem Niveau des Vorjahrs. Längerfristig zeigt sich eine rückläufige Entwicklung (2016: 6,5%). Auch der Anteil der 95-jährigen und älteren Schwyzer/innen, die in einem Pflegeheim wohnen, ist im Vergleich zu 2016 gesunken: von 56,1 auf 53,7 Prozent. 2025 lebten von den Schwyzerinnen im Alter ab 95 Jahren 58,8 Prozent in einem Pflegeheim (Männer: 40,9%).
2025 ist der Frauenanteil unter den Bewohner/innen der Schwyzer Pflegeheime leicht auf 66,8 Prozent gesunken. Mit zunehmendem Alter sind Frauen in den Pflegeheimen jedoch deutlich stärker vertreten als Männer: 2025 betrug ihr Anteil bei den 95-Jährigen und Älteren 78,3 Prozent. Der hohe Frauenanteil hängt unter anderem mit der höheren Lebenserwartung von Frauen zusammen. Zudem leben Frauen im höheren Alter häufiger allein, während pflegebedürftige Männer häufiger auf die Unterstützung einer Partnerin zurückgreifen können.
Weniger Langzeiteintritte
Von den insgesamt 1'141 Eintritten in die Schwyzer Pflegeheime entfielen 2025 knapp zwei Drittel auf Langzeitaufenthalte (61,2%). Das sind weniger als im Vorjahr (–2,2%). Das Durchschnittsalter beim Eintritt in einen Langzeitaufenthalt lag 2025 bei 83,5 Jahren und damit knapp ein Jahr höher als 2016.
Vor Eintritt in den Langzeitaufenthalt lebten 42,3 Prozent der Bewohner/innen im eigenen Zuhause. Weitere 29,7 Prozent traten aus einem Krankenhaus und 24,8 Prozent aus einer anderen Institution ins Pflegeheim ein. 2025 endeten 82,8 Prozent der Langzeitaufenthalte mit dem Tod der Bewohner/innen. Die durchschnittliche Dauer eines Langzeitaufenthalts betrug 2,4 Jahre. Frauen lebten mit durchschnittlich 3,0 Jahren länger im Pflegeheim als Männer (1,5 Jahre).
Anteil der Kurzzeiteintritte leicht gestiegen
2025 entfielen im Kanton Schwyz 38,8 Prozent der Eintritte auf Kurzzeitaufenthalte. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich dieser Anteil leicht (+1,1 Prozentpunkte). Kurzzeitaufenthalte in Pflegeheimen können Angehörige entlasten oder bei kurzzeitig verschlechtertem Gesundheitszustand sinnvoll sein. Sie sind Teil der intermediären Strukturen, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Das Durchschnittsalter beim Eintritt betrug 82,4 Jahre und lag damit gut ein Jahr höher als im Jahr 2016.
Knapp zwei Drittel der Kurzzeiteintritte erfolgten aus einem Krankenhaus (62,1%), rund ein Drittel von zu Hause (31,4%). Die übrigen Bewohner/innen kamen aus einer anderen Institution (4,7%) oder von anderen Aufenthaltsorten (1,8%). Gut die Hälfte der Kurzzeitaufenthalte endete mit der Rückkehr ins eigene Zuhause. Bei weiteren 22,8 Prozent erfolgte ein Übertritt in eine andere Institution. Ein Übertritt in eine andere Institution kann auch einen Wechsel in einen Langzeitaufenthalt bedeuten. Bei rund 17,0 Prozent endete der Kurzzeitaufenthalt mit dem Tod der Bewohner/innen.
Ein Kurzzeitaufenthalt dauerte 2025 durchschnittlich 39,3 Tage. Bei Frauen dauerte der Aufenthalt mit 42,7 Tagen deutlich länger als bei Männern (34,6 Tage). Bezüglich der Dauer der Kurzzeitaufenthalte ist im Kanton Schwyz langfristig kein eindeutiger Trend erkennbar.
Pflegeintensive Aufenthaltstage weiter steigend
Im Kanton Schwyz wurden 2025 gut 655'600 Aufenthalts- und Reservationstage fakturiert, 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Reservationstage fallen an, wenn ein stationärer Platz trotz Abwesenheit der Bewohner/innen freigehalten wird. Ohne Berücksichtigung dieser Tage wurden rund 642'300 Aufenthaltstage fakturiert.
Gemäss Verordnung zum Krankenversicherungsgesetz wird der Pflegeaufwand für die Bewohner/innen in 12 Pflegestufen unterteilt, wobei jede Stufe einer Zunahme des täglichen Pflegeaufwands um 20 Minuten entspricht. Der Anteil der Aufenthaltstage mit keinem oder niedrigem Pflegebedarf (Pflegestufen 1–2, 1–40 Min./Tag) ist im Kanton Schwyz leicht gestiegen. 2025 betrug er 16,9 Prozent und somit 0,4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Der Anteil der fakturierten Aufenthaltstage in den Pflegestufen 3 bis 7 (41–140 Min./Tag) ist gegenüber dem Vorjahr von 55,6 auf 52,3 Prozent gesunken. Der Anteil fakturierter Aufenthaltstage mit hohem Pflegeaufwand (Pflegestufen 8–12, 141 Min./Tag und mehr) ist 2025 erneut gewachsen (von 27,8 auf 30,7%).
Höheres Beschäftigungsvolumen in Schwyzer Pflegeheimen
Ende 2025 beschäftigten die Schwyzer Pflegeheime insgesamt 2'793 Personen und damit 73 Personen mehr als im Vorjahr. Auch das Beschäftigungsvolumen nahm zu: Die Zahl der Vollzeitäquivalente (VZÄ) im Jahresmittel stieg auf 2'080 (2024: 1'996 VZÄ). Davon entfielen 1'271 VZÄ auf das Pflegepersonal (2024: 1'213 VZÄ). Pro 1000 verrechnete Aufenthaltstage standen insgesamt 3,2 VZÄ zur Verfügung, davon 2,0 VZÄ in der Pflege.
Den grössten Anteil an den VZÄ des Pflegepersonals hatte 2025 mit 41,2 Prozent das Fachpersonal inne. Gegenüber dem Vorjahr blieb dieser Anteil nahezu unverändert (2024: 41,3%). Auf das Hilfspersonal Pflege/Betreuung (Abschluss Pflegehelfer/in SRK oder Praktikumsstelle) entfielen 33,4 Prozent (2024: 34,8%). 4,8 Prozent entfielen auf das Assistenzpersonal (2024: 4,5%). Der Anteil des Pflegepersonals in Aus- oder Weiterbildung erhöhte sich leicht auf 16,1 Prozent (2024: 15,5%). Ebenfalls leicht zugenommen hat der Anteil des Personals ohne oder mit fachfremder Ausbildung auf 4,2 Prozent (2024: 3,5%).
Über den betrachteten 10-Jahres-Zeitraum hat sich die Zusammensetzung des Pflegepersonals verändert: Die Anteile des Personals in Aus- oder Weiterbildung und des Fachpersonals nahmen um 2,6 bzw. 1,9 Prozentpunkte zu, während die übrigen Anteile zurückgingen.
Gut zwei Fünftel des Gesamtaufwands entfallen auf Pflege
Die Gesamtkosten der Schwyzer Pflegeheime beliefen sich 2025 auf knapp 235 Millionen Franken. Die Kosten entfielen nahezu vollständig auf die Bereiche Pension und Betreuung (55,2%) sowie auf die Pflegeleistungen gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG), die 44,5 Prozent der Gesamtkosten ausmachten. Ein Aufenthaltstag im Pflegeheim kostete durchschnittlich 365 Franken, davon entfielen 163 Franken auf pflegerische Leistungen. Innerhalb von zehn Jahren stiegen die Gesamtkosten der Schwyzer Pflegeheime um 35,6 Prozent. Der Aufwand pro Aufenthaltstag erhöhte sich um 30,8 Prozent. Deutlich stärker nahm der Aufwand für pflegerische Leistungen pro Pflegetag zu (+55,2%).
Den Aufwendungen der Schwyzer Pflegeheime standen 2025 Betriebserträge von rund 226 Millionen Franken gegenüber. Die Erträge entfielen nahezu vollständig auf die Bereiche Pension und Betreuung (54,4%) sowie auf die Pflegeleistungen (45,1%). Während die Kosten für die Pension und die Betreuung grundsätzlich von den Bewohner/innen getragen werden, wird die Pflege von Krankenversicherern, Bewohner/innen und der öffentlichen Hand gemeinsam finanziert.
LUSTAT Statistik Luzern / 27. Oktober 2026
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