Für knapp 2 von 3 Luzernerinnen und Luzerner ist die Arbeit die beste Garantie für Unabhängigkeit (65% stimmen zu). Beinahe ebenso viele finden, dass Kinder den Eltern Respekt und Gehorsam schulden (64%), oder dass ein Kind leidet, wenn der Vater zu viel arbeitet (63%). Für etwas mehr als die Hälfte muss ein Kind zusammen mit dem Vater und der Mutter aufwachsen, um glücklich zu sein (56%). Die Hälfte findet, dass sich ein Ehepaar scheiden lassen soll, wenn es in der Partnerschaft unglücklich ist, dies auch wenn es Kinder hat.
Für rund 4 von 10 Befragten leidet ein Kind im Vorschulalter, wenn seine Mutter berufstätig ist. Ebenfalls 4 von 10 finden, dass ein Kind auch bei einem gleichgeschlechtlichen Paar glücklich aufwachsen kann.
Welche Erwartungen hat die Luzerner Bevölkerung bezüglich der Solidarität zwischen den Generationen? Rund die Hälfte der Luzerner Bevölkerung ist der Meinung, dass Grosseltern die Enkelkinder betreuen sollen. Ebenfalls die Hälfte findet, dass sich die Eltern und ihre erwachsenen Kinder bei finanziellen Schwierigkeiten gegenseitig unterstützen sollten. Wesentlich weniger häufig stimmen die Befragten der Aussage zu, dass erwachsene Kinder ihre Eltern im Alter bei sich aufnehmen sollen (25%).
Wie beurteilt die Luzerner Bevölkerung Aussagen zu den Geschlechterrollen? Eine deutliche Mehrheit der Luzerner Bevölkerung erachtet für Männer und für Frauen eine universitäre Ausbildung (86%) und eine Arbeitsstelle (71%) als gleich wichtig. Für fast drei Viertel (74%) verfügen auch beide Geschlechter über die Fähigkeit, politische Führungsaufgaben wahrnehmen zu können. Andererseits schreibt ein Teil der Luzerner Bevölkerung gewisse Aufgaben und Fähigkeiten eindeutig einem Geschlecht zu. So gibt jeweils rund eine Hälfte der Luzerner Bevölkerung an, dass Männer das Geld für den Unterhalt einer Familie verdienen sollen und dass Frauen Kleinkinder besser betreuen können.