Konjunktur 2. Quartal 2026 – Wirtschaftsverlauf
Gedämpfte Konjunkturprognose bei anhaltend grosser Unsicherheit
Die Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes prognostizierte im Juni für das Jahr 2026 gesamtschweizerisch ein reales Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 0,9 Prozent (sporteventbereinigt) und senkte dabei ihre Prognose vom März 2026 (1,0%) leicht. Für das Jahr 2027 prognostizierte sie ein gesamtschweizerisches reales BIP-Wachstum von 1,6 Prozent (März 2026: 1,7%).
Die Expertengruppe rechnete weiter mit einer Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent für das laufende Jahr und mit 3,0 Prozent für das Jahr 2027. Beide Werte liegen damit leicht über der Prognose vom März 2026 (3,0 resp. 2,8%).
Angesichts der anhaltend grossen Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ergänzte das SECO die Prognose der Expertengruppe um zwei alternative Szenarien. Unter dem Negativszenario einer Fortsetzung der Blockade der Strasse von Hormus und den damit einhergehenden hohen Energiepreisen wäre mit einer Aufwertung des Schweizer Frankens, einer inflationsbedingten wirtschaftlichen Abschwächung der internationalen Handelspartner, aber auch mit einem Rückgang von Konsumkraft und Investitionen im Inland zu rechnen. Diese Entwicklungen würden auch zu einem tieferen Wirtschaftswachstum der Schweiz führen. Konkret würde das reale BIP unter diesen Voraussetzungen im Jahr 2026 um 0,6 Prozent und im Jahr 2027 um 1,0 Prozent wachsen. Im Positivszenario würde eine Deeskalation der geopolitischen Konflikte zu sinkenden Erdölpreisen und höherer Investitionstätigkeit führen und ein stärkeres Wachstum der globalen und Schweizer Wirtschaft begünstigen. In einem solchen Szenario würde das reale BIP-Wachstum der Schweiz im Jahr 2026 bei 1,1 Prozent und im Jahr 2027 bei 2,0 Prozent zu liegen kommen.
Im 1. Quartal 2026 hatte das gesamtschweizerische sporteventbereinigte nominale BIP 216,4 Milliarden Franken betragen und somit kaum eine Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal (nominal: 0,0%, real: 0,3%) verzeichnet.
Arbeitslosenquote gegenüber Vorjahresquartal gestiegen
Im 2. Quartal 2026 waren im Kanton Luzern im Schnitt 4'899 Personen als arbeitslos registriert. Die Arbeitslosenquote lag im Schnitt bei 2,1 Prozent und war damit höher als im Vorjahresquartal (1,9%). Die schweizweite Arbeitslosenquote betrug im 2. Quartal 3,0 Prozent und lag damit ebenfalls über dem Wert des Vorjahresquartals (2,7%).
Leicht erhöhte Konsumentenpreise im Quartalsvergleich
Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) nahm im 2. Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal weiter zu und lag im Durchschnitt bei 108,2 Punkten. Im Vorquartal hatte der Index noch bei 107,4 Punkten gelegen (Dezember 2020=100). Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg der Index um 0,6 Prozent.
LUSTAT-Newsletter
Aktuelle Analysen, Daten und Erkenntnisse zum Kanton Luzern. Kompakt, verlässlich und direkt per E-Mail.