Konjunktur 1. Quartal 2026 – Gastgewerbe
Abkühlung im Luzerner Gastgewerbe
Das Luzerner Gastgewerbe (Gastronomie und Beherbergung) stufte seine Geschäftslage Anfang April 2026 insgesamt als "befriedigend" ein: 67 Prozent der befragten Betriebe konstatierten eine "befriedigende", 20 Prozent eine "schlechte" und 13 Prozent eine "gute" Geschäftslage (Saldo: –7 Punkte). Somit hat sich die Einschätzung der Geschäftslage seit dem Vorquartal (Saldo: 36 Punkte) deutlich verschlechtert.
Der Personalbestand wurde Anfang April von der Mehrheit der Betriebe (80%) als "ausreichend" beurteilt. Der Anteil der Betriebe, die einen "zu hohen" Personalbestand konstatierten, stieg von 4 Prozent im Vorquartal auf 17 Prozent (Saldo: 14 Punkte).
Abkühlung in der Luzerner Beherbergung
Anfang April bewertete mehr als die Hälfte der Betriebe (57%) in der Beherbergung die Geschäftslage als "befriedigend". Mehr als ein Viertel (27%) beurteilte sie jedoch als "schlecht", sodass der Saldo zum ersten Mal seit vier Jahren negativ wurde (–12 Punkte). In der Gastronomie fiel die Bewertung etwas positiver aus: Die Mehrheit der Betriebe (74%) beurteilte die Geschäftslage als "befriedigend" (Saldo: –4 Punkte).
Die Beschäftigtenzahl wurde von der Mehrheit der Beherbergungsbetriebe (76%) als "ausreichend" bewertet. Nach mehreren Quartalen, in denen diese Beurteilung eindeutig gewesen war, erachteten Anfang April 2026 knapp 20 Prozent der Betriebe den Personalstand als "zu hoch" (Saldo: 16 Punkte). In der Gastronomie fiel die Beurteilung ähnlich aus: 83 Prozent der Betriebe erachteten den Personalbestand als "ausreichend", und knapp 15 Prozent bewerteten ihn als "zu hoch" (Saldo: 13 Punkte).
Schweizweit ähnliche Einschätzung der Geschäftslage wie in Luzern
Auch das gesamtschweizerische Gastgewerbe stufte die Geschäftslage weniger optimistisch ein als im Vorquartal. War das Gesamturteil im Januar noch "gut" gewesen (Saldo: 12 Punkte), stuften die Gesamtschweizer Betriebe Anfang April die Geschäftslage nur noch als "befriedigend" ein (Saldo: –1 Punkt).
Die Beschäftigtenzahl wurde vom gesamtschweizerischen Gastgewerbe als "ausreichend" beurteilt (Saldo: 9 Punkte).
Wenig Bewegung in den Logiernächten
Im 1. Quartal 2026 wurden in den Beherbergungsbetrieben im Kanton Luzern rund 404'900 Logiernächte gezählt. Gegenüber dem Vorjahresquartal zeigte sich damit eine stabile Entwicklung (+2,0%; 1. Quartal 2025: rund 396'800 Logiernächte). Schweizweit wurde im gleichen Zeitraum noch weniger Bewegung verzeichnet (+0,1%).
Weitgehend gleichbleibende Geschäftslage trotz erwarteter Zunahme von Nachfrage und Verkaufspreisen
Für die Zeit bis Ende September ging das Luzerner Gastgewerbe Anfang April von einer "unveränderten" Geschäftslage aus (Saldo: –5 Punkte). Für die Zeit bis Ende Juni rechnete das Gastgewerbe tendenziell mit einer Zunahme der Nachfrage (Saldo: 12 Punkte). Dabei gingen 60 Prozent der befragten Betriebe von "unveränderten" und 30 Prozent von "zunehmenden" Verkaufspreisen aus (Saldo: 20 Punkte). Gleichzeitig erwartete eine grosse Mehrheit (83%) eine "unveränderte" Beschäftigtenzahl in den nächsten drei Monaten (Saldo: 2 Punkte).
Stabile Geschäftslage auch im gesamtschweizerischen Gastgewerbe
Wie das Luzerner ging auch das gesamtschweizerische Gastgewerbe Anfang April von einer "unveränderten" Geschäftslage für die Zeit bis Ende September aus (Saldo: 2 Punkte). Für die Zeit bis Ende Juni rechnete es weder bei der Nachfrage (Saldo: –2 Punkte) noch bei der Beschäftigtenzahl (Saldo: 1 Punkt) mit einer Veränderung.
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