Konjunktur 1. Quartal 2026 – Baugewerbe
Stabile Geschäftslage − Arbeitskräftemangel nimmt zu
Anfang April beurteilten 63 Prozent der befragten Luzerner Bauunternehmen ihre Geschäftslage als "gut", 2 Prozent als "schlecht" und 34 Prozent als "befriedigend". Mit dem daraus resultierenden Saldo von 61 Punkten beurteilten die Luzerner Bauunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage ähnlich positiv wie im letzten Quartal (Saldo: 55 Punkte). Auch gesamtschweizerisch bewerteten die Bauunternehmen ihre Geschäftslage als "gut" (Saldo: 44 Punkte), wenngleich etwas weniger ausgeprägt als im Kanton Luzern.
Die Beschäftigtenzahl stufte das Baugewerbe Anfang April wie im Vorquartal als "zu niedrig" ein (Saldo: –23 Punkte). Schweizweit wurde der Personalbestand im Baugewerbe ebenfalls − allerdings nur knapp − als "zu niedrig" eingestuft (Saldo: −13 Punkte).
Mangel an Arbeitskräften nimmt an Bedeutung zu
Den Mangel an Arbeitskräften nannten Anfang April 69 Prozent der befragten Luzerner Bauunternehmen als Leistungshemmnis. Im Januar waren es noch 42 Prozent der Bauunternehmen gewesen, im Vorjahresquartal 57 Prozent. Arbeitskräftemangel hat im Luzerner Baugewerbe also zuletzt an Bedeutung gewonnen und bleibt das mit Abstand am häufigsten genannte Leistungshemmnis – dies auch schweizweit, wo es Anfang April von 44 Prozent der befragten Bauunternehmen beklagt wurde.
In den Hintergrund getreten ist als Leistungshemmnis eine ungenügende Nachfrage, welche Anfang April von 20 Prozent (Januar: 35%) der Befragten aus dem Luzerner Baugewerbe erwähnt wurde.
Unveränderte Geschäftslage erwartet
Eine deutliche Mehrheit der befragten Luzerner Bauunternehmen erwartete Anfang April für die Zeit bis Ende September eine unveränderte Geschäftslage (84%). 11 Prozent gingen von einer Verbesserung und 5 Prozent von einer Verschlechterung aus. Entsprechend wurde auch unter dem Strich mit einer unveränderten Geschäftslage gerechnet (Saldo: 7 Punkte). Auf Ebene Gesamtschweiz gingen die Bauunternehmen tendenziell von einer verbesserten Geschäftslage bis Ende September aus (Saldo: 13 Punkte). Das gesamtschweizerische Baugewerbe äusserte sich damit leicht optimistischer als jenes im Kanton Luzern.
Für die Zeit bis Ende Juni erwarteten die Luzerner Bauunternehmen Anfang April eine "gleichbleibende" Nachfrage (Saldo: –2 Punkte), während gesamtschweizerisch von einem Anstieg ausgegangen wurde (Saldo: 15 Punkte). Weiter rechnete das Baugewerbe sowohl schweizweit als auch im Kanton Luzern mit einer Zunahme der Bautätigkeit (Saldo LU: 26 Punkte, CH: 19 Punkte), mit steigenden Preisen (Saldo LU: 26 Punkte, CH: 16 Punkte) und mit einer Verbesserung der Ertragslage (Saldo LU: 17 Punkte, CH: 12 Punkte). Für den gleichen Zeitraum antizipierten die Luzerner Bauunternehmen tendenziell eine Zunahme der Beschäftigtenzahl (Saldo: 12 Punkte). Auch schweizweit wurde eine Zunahme der Beschäftigtenzahl erwartet (Saldo: 13 Punkte).
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