Konjunktur 3. Quartal 2024 – Industrie
Industrie schwächelt weiter
Die Luzerner Industrie beurteilte ihre Geschäftslage anfangs Oktober 2024 unter dem Strich als "schlecht" (Saldo: –15 Punkte). Obschon 59 Prozent der Befragten ihre Geschäftslage als "befriedigend" einstuften, sprachen 28 Prozent von einer "schlechten" und nur 13 Prozent von einer "guten" Geschäftslage. Eine "gute" Geschäftslage konstatierten die Luzerner Industriebetriebe per Saldo letztmals im Dezember 2022. Seither bewegen sich die Gesamturteile zwischen "befriedigend" und "schlecht".
Gesamtschweizerisch wurde die Geschäftslage in der Industrie ebenfalls als "schlecht" bezeichnet, nachdem sie drei Monate zuvor wie im Kanton Luzern noch als "befriedigend" taxiert worden war.
Rückläufige Bestellungseingänge – zu kleiner Auftragsbestand
Die verglichen mit Juli 2024 gesamthaft wieder vermehrt negativ beurteilte Geschäftslage in der Luzerner Industrie widerspiegelt sich in verschiedenen Kenngrössen: So wurde im 3. Quartal 2024 in der Tendenz etwa von einer gegenüber dem Vorquartal verschlechterten Ertragslage (Saldo: –24 Punkte) und rückläufigen Bestellungseingängen (Saldo: –18 Punkte) berichtet. Unter dem Strich wurde auch der gegenwärtige Auftragsbestand deutlich als "zu klein" eingestuft; über die Hälfte (52%) der Befragten beklagten einen zu geringen Bestand an Aufträgen.
Nach wie vor kein Aufschwung in Sicht
Die Luzerner Industriebetriebe erwarten für die Zeit bis im Frühling 2025 eine "unveränderte" Geschäftslage. Schweizweit wird diese verhaltene Erwartung geteilt.
Auch was die Erwartungen für die kommenden drei Monate betrifft, sind keine Anzeichen für einen baldigen Aufschwung in der Luzerner Industrie sichtbar: So gehen die befragten Unternehmen für das 4. Quartal 2024 per Saldo sowohl von unveränderten Bestellungseingängen, einer unveränderten Produktion und stagnierenden Exportaufträgen aus. Gesamtschweizerisch fallen die Erwartungen ebenfalls sehr verhalten aus, bezüglich Bestellungseingängen und Exporten in der Tendenz aber leicht positiver als im Kanton Luzern.
Zwischen der gesamtschweizerischen und der Luzerner Industrie sind auch hinsichtlich der Erwartungen zur Entwicklung des Personalbestands bis Ende 2024 keine deutlichen Unterschiede erkennbar. So gehen im Kanton Luzern 75 Prozent der befragten Betriebe von einem unveränderten Personalbestand aus (CH: 66%), 15 Prozent (CH: 22%) erwarten einen Personalabbau und 10 Prozent (CH: 12%) rechnen mit einer Zunahme des Personalbestands.
Keine Veränderungen werden in der Luzerner Industrie sowohl bei den Einkaufspreisen (Saldo: 8 Punkte) als auch bei den Verkaufspreisen (4 Punkte) erwartet. Auch diese Einschätzung wird gesamtschweizerisch grundsätzlich geteilt (Einkaufspreise CH: Saldo 7 Punkte; Verkaufspreise CH: 5 Punkte).
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