Konjunktur 2. Quartal 2024 – Gastgewerbe

Gute Geschäftslage in Beherbergung und Gastronomie

Die Betriebe des Luzerner Gastgewerbes (Gastronomie und Beherbergung) stuften ihre Geschäftslage anfangs Juli 2024 per Saldo als "gut" ein (Saldo: 43 Punkte): 46 Prozent der befragten Betriebe konstatierten Ende des 2. Quartals 2024 eine "gute" Geschäftslage, während 3 Prozent der Betriebe eine "schlechte" Geschäftslage feststellten. 51 Prozent der Betriebe beurteilten ihre Geschäftslage als "befriedigend". Gegenüber der Beurteilung vom April dieses Jahres entspricht dies einer Zunahme des Saldos um 20 Punkte und ist damit ein Anzeichen für eine merklich verbesserte Geschäftslage: Gegenüber dem Vorjahresquartal (2. Quartal 2023) hat der Saldo um 11 Punkte zugenommen.

Die Einschätzung der guten Geschäftslage wurde insgesamt sowohl von der Beherbergung (Saldo: 47 Punkte) wie auch von der Gastronomie (Saldo: 41 Punkte) geteilt. In beiden Teilbranchen berichtet mehr als jeder zweite Betrieb von einer "befriedigenden" Geschäftslage, dicht gefolgt von den Betrieben, welche von einer "guten" Geschäftslage berichten. In der Beherbergung konstatieren keine der befragten Betriebe eine "schlechte" Geschäftslage, in der Gastronomie sind es 4 Prozent.

Im Vergleich zum Gastgewerbe in der Gesamtschweiz ist dasjenige im Kanton Luzern deutlich zufriedener. Bei einem Saldo von 7 Punkten wird die Geschäftslage auf Ebene Gesamtschweiz als "befriedigend" eingestuft. Mit einem Saldo von 16 Punkten wird die Geschäftslage in der Beherbergung wie in Luzern als "gut" und damit positiver eingeschätzt als in der Gastronomie, welche schweizweit von einer "befriedigenden" Geschäftslage sprach (Saldo: 3 Punkte).

Logiernächte steigen weiter

Im 2. Quartal 2024 wurden in den Beherbergungsbetrieben im Kanton Luzern 701'668 Logiernächte gezählt, was einer Steigerung um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht (2. Quartal 2023: 657'335). Schweizweit wurde für denselben Zeitraum zwar ebenfalls ein Anstieg der Übernachtungszahlen gemessen; dieser fiel mit 1,6 Prozent jedoch sichtbar weniger deutlich aus als im Kanton Luzern.

Während das 3. Quartal, welches dem Kanton Luzern im Jahresverlauf regelmässig die meisten Logiernächte beschert, erst noch bevorsteht, wurden bereits im ersten Halbjahr 2024 mit rekordhohen rund 1,09 Millionen Logiernächten mehr Übernachtungen gezählt als etwa im gesamten "Corona-Jahr" 2020 (1,06 Mio.).

Beherbergung weiterhin optimistischer als Gastronomie

Bis im Dezember geht das Luzerner Gastgewerbe insgesamt in der Tendenz leicht von einer sich verbessernden Geschäftslage aus (Saldo: 12 Punkte): 69 Prozent der Betriebe gehen von einer gleichbleibenden, 21 Prozent von einer sich verbessernden und 9 Prozent von einer sich verschlechternden Geschäftslage aus. Die Einschätzungen fallen damit für das kommende Halbjahr weniger optimistisch aus als noch im Vorquartal (Saldo: 32 Punkte). Im Hinblick auf die nächsten drei Monate bis September geht das Gastgewerbe von einer steigenden Nachfrage (Saldo: 20 Punkte) und zunehmenden Verkaufspreisen (Saldo: 15 Punkte), jedoch einer sich nicht verändernden Beschäftigtenzahl aus (Saldo: −7 Punkte).

Während die Beherbergung von einer sich verbessernden Geschäftslage bis im Dezember ausgeht, erwartet die Gastronomie eine gleichbleibende Geschäftslage. 30 Prozent der befragten Beherbergungsbetriebe gehen von einer sich verbessernden Geschäftslage aus. 62 Prozent erwarten eine gleichbleibende Geschäftslage und 8 Prozent eine sich verschlechternde Geschäftslage (Saldo: 22 Punkte). In der Gastronomie erwarten 16 Prozent der Betriebe eine sich verbessernde Geschäftslage, 74 Prozent erwarten eine gleichbleibende und 10 Prozent eine sich verschlechternde Geschäftslage (Saldo: 6 Punkte). Bei der Nachfrage zeigen sich − jedoch auf einen kürzeren Zeitraum bis im September bezogen − noch deutlichere Unterschiede: Die Beherbergung geht bei einem Saldo von 38 Punkten relativ deutlich von einer steigenden Nachfrage aus, währenddem die Gastronomie bei einem Saldo von 9 Punkten von einer gleichbleibenden Nachfrage ausgeht. Interessanterweise geht die Beherbergung gleichzeitig bis im September von einer abnehmenden Anzahl an Beschäftigten aus (Saldo: −13 Punkte), währenddem die Gastronomie von einer gleichbleibenden Anzahl an Beschäftigten ausgeht (Saldo: −3 Punkte).

Auch das gesamtschweizerische Gastgewerbe geht bis im Dezember von einer verbesserten Geschäftslage aus. Dies auf einem vergleichbaren Niveau wie das Luzerner Gastgewerbe (Saldo: 15 Punkte). Im Gegensatz zu Luzern ist auf Ebene Gesamtschweiz die Beherbergung (Saldo: 10 Punkte) jedoch etwas weniger optimistisch als die Gastronomie (Saldo: 18 Punkte).

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