Einleitung

Wie zufrieden sind die Luzernerinnen und Luzerner mit dem Leben in ihrem Kanton? Welches ist für sie das grösste Problem? Wie bewerten sie Dienstleistungen und Angebote? Oder wie beurteilen sie politische Massnahmen? Die Antworten auf diese Fragen sind für die politische Planung und Steuerung von grossem Interesse.

Die jüngste Bevölkerungsbefragung fand zwischen August und November 2023 statt. Auftraggeber der Bevölkerungsbefragung ist der Regierungsrat des Kantons Luzern. Mit der Erhebung, Auswertung und Veröffentlichung der Resultate wurde LUSTAT Statistik Luzern beauftragt.

Bevölkerungsbefragung findet seit 2009 in regelmässigen Abständen statt

Frühere umfassende Befragungen wurden in den Jahren 2009, 2011, 2015 und 2019 durchgeführt (vgl. Publikationen zu Bevölkerungsbefragungen). Seit 2013 befasst sich die kantonale Bevölkerungsbefragung in regelmässigen Abständen vertieft mit dem Thema Sicherheit. Das war auch in der jüngsten Befragung der Fall. Die Resultate der Sicherheitsbefragung sind in einem eigenen Schwerpunktteil zusammengefasst.

Rund 4'600 Luzerner/innen ab 15 Jahren beteiligten sich an der Befragung

Im Rahmen der kantonalen Bevölkerungsbefragung 2023 wurden rund 14'700 Luzernerinnen und Luzerner ab 15 Jahren aus den kommunalen Einwohnerregistern per Zufallsstichprobe ausgewählt und zur Befragung eingeladen. So ist sichergestellt, dass die Bevölkerung repräsentativ abgebildet wird. Kantonsweit haben knapp 4'600 Personen den Fragebogen beantwortet. Damit betrug die Antwortquote 32 Prozent. Sie fiel im Vergleich zur letzten umfassenden Befragung (2019: 29%) wieder höher aus. Die Fragen konnten online oder per Papierfragebogen beantwortet werden.

Fragebogen wurde erstmals umfassend überarbeitet

Für die Befragung 2023 ist der in früheren Befragungen genutzte Fragebogen überarbeitet worden. Die Fragen wurden inhaltlich überprüft und die Antwortskalen auf maximal fünf Antwortmöglichkeiten reduziert. Die Reduktion vereinfacht das Ausfüllen des Fragebogens vor allem auf mobilen Geräten. Sie schränkt jedoch die Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit denjenigen früherer Befragungen ein. Damit die Ergebnisse der aktuellen Befragung mit denjenigen der früheren Befragungen vergleichbar sind, wurden diese rückwirkend neu berechnet. Das führt dazu, dass bei einzelnen Fragen Methodeneffekte nicht ausgeschlossen werden können. Detaillierte Informationen finden sich in den methodischen Grundlagen (Publikation anfangs Juli 2024). Subjektive Einschätzungen sind zudem vom Zeitpunkt ihrer Erhebung beeinflusst. So können zum Beispiel die Wirtschaftslage oder zum Zeitpunkt der Befragung aktuelle Themen in der Medienberichterstattung das Antwortverhalten der Bevölkerung prägen.

Darstellung der Ergebnisse erfolgt im Total und für einzelne Bevölkerungsgruppen

Die einzelnen Fragen der Erhebung werden zum einen im Total und zum anderen für einzelne Bevölkerungsgruppen ausgewertet. Dabei werden die statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen herausgearbeitet und kommentiert. Auch bei der Betrachtung der unterschiedlichen Resultate im Zeitverlauf werden statistisch signifikante Unterschiede kommentiert; auf nicht vorhandene respektive auf statistisch nicht signifikante Unterschiede wird in Ausnahmefällen hingewiesen. Sind die Fallzahlen der einzelnen Antwortmöglichkeiten zu gering, um eine statistisch zuverlässige Aussage zu machen, werden die Antwortmöglichkeiten zu grösseren Kategorien zusammengefasst.

Zusammenarbeit von Kanton und Stadt ermöglicht Synergien

Die kantonale Bevölkerungsbefragung 2023 erfolgte erneut in Zusammenarbeit mit der Stadt Luzern, welche zeitgleich eine Befragung der städtischen Bevölkerung durchführte. Die Zusammenarbeit ermöglicht es, dass sowohl bei der Konzeption der Fragebogen als auch bei der Auswertung und der Diffusion der Befragungsergebnisse Synergien genutzt werden konnten. Die städtische Befragung erfolgte erstmals mit einem eigenen Fragebogen und einer separaten Stichprobe. Der Zeitaufwand für die Teilnehmenden konnte dadurch reduziert werden.

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