Religionen 2024
Immer mehr Luzernerinnen und Luzerner sind keiner Religion zugehörig
Gemäss der Strukturerhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) bezeichneten sich im Jahr 2024 49 Prozent der Luzerner Wohnbevölkerung im Alter ab 15 Jahren der römisch-katholischen und 8 Prozent der evangelisch-reformierten Konfession zugehörig. Der Anteil der Luzernerinnen und Luzerner ohne Religionszugehörigkeit hat in den letzten Jahren stetig zugenommen und lag 2024 bei 30 Prozent. Zehn Jahre zuvor hatte dieser Anteil 16 Prozent betragen. Die Anteile der römisch-katholischen und der evangelisch-reformierten Landeskirchen gingen zwischen 2014 und 2024 um 14 bzw. 2 Prozentpunkte zurück.
Gut die Hälfte der Luzerner Bevölkerung bezeichnet sich als religiös und/oder spirituell
Gemäss der Erhebung Sprache, Religion und Kultur (ESRK) des Bundesamts für Statistik (BFS) bezeichnet sich 2024 etwas weniger als die Hälfte (46%) der Luzerner Bevölkerung als weder religiös noch spirituell. Somit stuft sich etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung als religiös und/oder spirituell ein. Knapp jeder oder jede Vierte bezeichnet sich gleichzeitig als religiös und spirituell.
Personen ab 50 Jahren schätzen sich häufiger als religiöse Personen ein als die 15- bis 49-Jährigen. Weiter bezeichnen sich Frauen öfters als Männer als spirituelle Personen.
Gut 2 von 5 Luzernerinnen und Luzernern beten regelmässig
2024 geben gut 2 von 5 der Luzernerinnen und Luzernern an, regelmässig, also mindestens einmal im Monat, zu beten. Gut 1 von 5 Personen verwendet glück-, schutz- oder heilbringende Gegenstände. Beinahe ebenso viele nehmen regelmässig an religiösen Veranstaltungen oder Gottesdiensten teil.
Die regelmässige Lektüre religiöser Bücher oder heiliger Schriften ist in der Luzerner Bevölkerung etwas weniger beliebt: Knapp 1 von 10 Personen liest solche Lektüre.
Religion und Spiritualität unterstützen in schwierigen Momenten
Religion und Spiritualität haben auch heute für einen Teil der Luzerner Bevölkerung im Alltag eine wichtige Bedeutung. Für knapp 3 von 5 Luzernerinnen und Luzerner spielen Religion und Spiritualität in schwierigen Momenten des Lebens eine eher oder sehr wichtige Rolle. Für beinahe ähnlich viele gilt dies im Falle einer Krankheit.
Etwas weniger als die Hälfte der Luzerner Eltern mit minderjährigen Kindern misst Religion oder Spiritualität bei der Kindererziehung eine wichtige Bedeutung zu. Zudem gab gut ein Fünftel der gesamten Bevölkerung an, dass Religion oder Spiritualität für ihre Ernährungsgewohnheiten wichtig sind.
Frauen und ältere Personen messen Religion und Spiritualität in schwierigen Momenten des Lebens sowie bei Krankheit eine grössere Bedeutung zu als jüngere Personen oder Männer.
Schweizweit bezeichnen sich ähnlich viele Personen als religiös und spirituell und die verschiedenen religiösen und spirituellen Aktivitäten werden ähnlich häufig wie im Kanton Luzern ausgeübt (BFS 2026).
Das Bundesamt für Statistik (BFS) führt alle 5 Jahre eine Erhebung zu Sprache, Religion und Kultur (ESRK) durch. Die aktuellste Befragung hat von April bis Juni 2024 stattgefunden. Die Fragen beziehen sich auf die 12 Monate vor der Erhebung. Für den Kanton Luzern liegen rund 500 Antworten für den Befragungsteil zum Thema Religionen vor.
LUSTAT Statistik Luzern / 27. April 2026 / Autorin: Andrea Oppliger
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