Krebs im Kanton Uri 2018–2022

Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebsneuerkrankungen

Zwischen 2018 und 2022 erkrankten jährlich 0,6 Prozent der Urner Kantonsbevölkerung neu an Krebs. Die altersstandardisierte Inzidenzrate lag bei 397 Fällen pro 100'000 Männer und 303 Fällen pro 100'000 Frauen (Kantone LU, UR, OW, NW insgesamt: 413 bzw. 316 Fälle).

An Krebs verstarben jährlich 0,2 Prozent der Bevölkerung. Die altersstandardisierte Mortalitätsrate betrug 139 Fälle pro 100'000 Männer und 96 Fälle pro 100'000 Frauen (Kantone insgesamt: 137 bzw. 89 Fälle).

Zu beachten ist, dass es zu zeitlich verzögerten Registrierungen von Fällen kommen kann. Dies kann insbesondere bei kleinen Fallzahlen die Vergleichbarkeit unterschiedlicher Zeiträume einschränken.

Entwicklung von Inzidenz und Mortalität bei Urner Männern

Im Zeitraum 2018–2022 erhielten pro Jahr im Schnitt 117 Urner Männer neu eine Krebsdiagnose; in der Periode zuvor (2013–2017) waren es 111 Männer gewesen. Unter Berücksichtigung der Alterung der Bevölkerung über die Zeit werden hier altersstandardisierte Raten verwendet. Bei der altersstandardisierten Inzidenzrate zeigte sich eine Abnahme von 409 Erkrankungsfällen (2013–2017) auf 397 Fälle pro 100'000 Männer (2018–2022). Die Urner Männer erkrankten am häufigsten an Prostatakrebs (jährl. Durchschnitt: 30%), gefolgt von Dickdarm- und Hautkrebs (je 10%) sowie Lungenkrebs (9%).

Die Zahl der krebsbedingten Sterbefälle hat abgenommen, von im Schnitt 50 Urner Männern pro Jahr (2013–2017) auf 46 Männer in der Periode 2018–2022. Die altersstandardisierte Mortalitätsrate hat sich von 171 auf 139 Fälle pro 100'000 Männer reduziert. Die Krebstodesfälle waren am häufigsten auf Tumore der Prostata (20%), der Lunge (18%) und des Dickdarms (7%) zurückzuführen.

Entwicklung von Inzidenz und Mortalität bei Urner Frauen

In den Jahren 2018 bis 2022 sind pro Jahr im Schnitt 86 Urnerinnen neu an Krebs erkrankt, in der Periode zuvor (2013–2017) waren es 89 Urnerinnen gewesen. Die altersstandardisierte Inzidenzrate nahm 2018–2022 mit 303 Erkrankungsfällen pro 100'000 Frauen ab (2013–2017: 329 Fälle). Die Frauen erkrankten am häufigsten an Brustkrebs (jährl. Durchschnitt: 32%). Es folgten Dickdarmkrebs (9%) sowie Lungen- und Hautkrebs (je 7%).

Die Zahl der krebsbedingten Sterbefälle reduzierte sich von im Schnitt 41 Urnerinnen pro Jahr (2013–2017) auf 34 Frauen (2018–2022). Eine noch deutlichere Abnahme zeigt sich bei der altersstandardisierten Mortalitätsrate von 127 auf 96 Fälle pro 100'000 Frauen. Die Krebstodesfälle gingen bei den Urner Frauen am häufigsten auf Brust- (22%), Lungen- (18%) und Dickdarmkrebs (10%) zurück.

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