Krebs im Kanton Obwalden 2018–2022

Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebsneuerkrankungen

Zwischen 2018 und 2022 erkrankten jährlich 0,5 Prozent der Obwaldner Kantonsbevölkerung neu an Krebs. Die altersstandardisierte Inzidenzrate lag bei 393 Fällen pro 100'000 Männer und 307 Fällen pro 100'000 Frauen (Kantone LU, UR, OW, NW insgesamt: 413 bzw. 316 Fälle).

An Krebs verstarben jährlich 0,2 Prozent der Bevölkerung. Die altersstandardisierte Mortalitätsrate betrug 127 Fälle pro 100'000 Männer und 75 Fälle pro 100'000 Frauen (Kantone insgesamt: 137 bzw. 89 Fälle).

Zu beachten ist, dass es zu zeitlich verzögerten Registrierungen von Fällen kommen kann. Dies kann insbesondere bei kleinen Fallzahlen die Vergleichbarkeit unterschiedlicher Zeiträume einschränken.

Entwicklung von Inzidenz und Mortalität bei Obwaldner Männern

Im Zeitraum 2018–2022 erhielten pro Jahr im Schnitt 116 Obwaldner Männer neu eine Krebsdiagnose; in der Periode zuvor (2013–2017) waren es 93 Männer gewesen. Unter Berücksichtigung der Alterung der Bevölkerung über die Zeit werden hier altersstandardisierte Raten verwendet. Bei der altersstandardisierten Inzidenzrate zeigte sich eine Zunahme von 366 Erkrankungsfällen (2013–2017) auf 393 Fälle pro 100'000 Männer (2018–2022). Die Obwaldner Männer erkrankten am häufigsten an Prostatakrebs (jährl. Durchschnitt: 31%), gefolgt von Dickdarm- (11%), Lungen- (8%) und Hautkrebs (7%).

Die Zahl der krebsbedingten Sterbefälle nahm im Kanton Obwalden leicht zu, von im Schnitt 39 Männern pro Jahr (2013–2017) auf 41 Männer (2018–2022). Die altersstandardisierte Mortalitätsrate hat sich von 146 auf 127 Fälle pro 100'000 Männer reduziert. Die Krebstodesfälle der Obwaldner Männer waren am häufigsten auf Tumore der Lunge (15%), der Prostata (14%) und des Dickdarms (13%) zurückzuführen.

Entwicklung von Inzidenz und Mortalität bei Obwaldner Frauen

In den Jahren 2018 bis 2022 sind pro Jahr im Schnitt 87 Obwaldnerinnen neu an Krebs erkrankt; in der Periode zuvor (2013–2017) waren es 83 Obwaldnerinnen gewesen. Die altersstandardisierte Inzidenzrate hat mit 307 Neuerkrankungen pro 100'000 Frauen abgenommen (2013–2017: 328 Fälle). Die Frauen erkrankten am häufigsten an Brustkrebs (jährl. Durchschnitt: 33%). Es folgten Haut- (8%) sowie Dickdarm- und Lungenkrebs (je 7%).

In der Periode 2018–2022 sind jährlich im Schnitt 28 Obwaldnerinnen krebsbedingt verstorben, nahezu gleich viele wie in der Vorperiode (2013–2017: 26 Frauen). Die altersstandardisierte Mortalitätsrate hat gegenüber der Vorperiode abgenommen, von 85 auf 75 Sterbefälle pro 100'000 Frauen. Die Krebstodesfälle gingen am häufigsten auf Brust- (20%), Dickdarm- (13%) und Lungenkrebs (11%) zurück.

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