Kanton Obwalden 2017–2021

Entwicklung von Krebsinzidenz und -mortalität im Kanton Obwalden

In den Jahren 2017–2021 sind 0,5 Prozent der Bevölkerung im Kanton Obwalden jährlich neu an Krebs erkrankt; an Krebs gestorben sind 0,2 Prozent. In diesem Zeitraum betrug die altersstandardisierte Inzidenzrate im Kanton Obwalden 381 Erkrankungsfälle pro 100'000 Männer und 312 Fälle pro 100'000 Frauen (Zentralschweiz insgesamt: 409 resp. 313 Fälle). Die altersstandardisierte Mortalitätsrate lag bei den Männern bei 132 Fällen und 73 Fällen bei den Frauen (ZCH: 138 resp. 89 Fälle).

Zu beachten ist, dass die kantonalen Fallzahlen relativ klein sind. Die Abweichungen zwischen den Zentralschweizer Kantonen Luzern, Uri, Ob- und Nidwalden können auf verschiedene Ursachen zurückgehen (z.B. zeitlich verzögerte Registrierungen oder zufällige Schwankungen).

Entwicklung von Inzidenz und Mortalität bei Obwaldner Männern

Im Zeitraum 2017–2021 erhielten im Schnitt 109 Obwaldner Männer neu eine Krebsdiagnose, in der Periode zuvor (2012–2016) waren es pro Jahr 93 Männer gewesen. Da das Krebserkrankungsrisiko mit zunehmendem Alter steigt, wird für den zeitlichen Vergleich die altersstandardisierte Inzidenzrate verwendet. Bei der Inzidenzrate zeigte sich eine leichte Zunahme von 377 Fällen pro 100'000 Männer (2012–2016) auf 381 Erkrankungsfälle in der Periode 2017–2021. Die Obwaldner Männer erkrankten am häufigsten an Prostatakrebs (jährl. Durchschnitt 31%), gefolgt von Dickdarm- (12%), Lungen- (9%) und Hautkrebs (6%).

Die Zahl der krebsbedingten Sterbefälle ist in den Zeiträumen 2012–2016 (42 Männer) und 2017–2021 (41 Männer) nahezu gleich geblieben. Unter Berücksichtigung der Alterung der Bevölkerung hat sich die altersstandardisierte Mortalitätsrate von 158 auf 132 Fälle pro 100'000 Männer reduziert. Die Krebstodesfälle waren am häufigsten auf Tumore der Lunge (17%), der Prostata (14%) und des Dickdarms (11%) zurückzuführen.

Entwicklung von Inzidenz und Mortalität bei Obwaldner Frauen

87 Obwaldnerinnen sind in den Jahren 2017–2021 neu Krebs erkrankt, in der Periode zuvor (2012–2016) waren es im Schnitt pro Jahr 78 Obwaldnerinnen gewesen. Die altersstandardisierte Inzidenzrate hat mit 312 Erkrankungsfällen pro 100'000 Frauen leicht abgenommen (2012–2016: 318 Fälle). Die Frauen erkrankten im Zeitraum von 2017–2021 am häufigsten an Brustkrebs (jährl. Durchschnitt: 32%). Es folgten Haut- (9%), Dickdarm- (8%) und Lungenkrebs (7%).

Die Zahl der krebsbedingten Sterbefälle ist in den Zeiträumen 2012–2016 (29 Frauen) und 2017–2021 (27 Frauen) nahezu gleich geblieben. Die altersstandardisierte Mortalitätsrate hat in diesem Zeitraum im Kanton Obwalden abgenommen, von 96 auf 73 Fälle pro 100'000 Frauen. Die Krebstodesfälle gingen am häufigsten auf Brust- (24%), Dickdarm- (15%) und  Lungenkrebs (10%) zurück.

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