Bildung im Kanton Luzern 2024/25 – Tertiärstufe
Knapp 23'000 Studierende an Luzerner Hochschulen und in der höheren Berufsbildung
Im Studienjahr 2024/25 zählten die Luzerner Bildungsinstitutionen auf Tertiärstufe insgesamt gut 22'700 Studierende. An den Hochschulen (Tertiärstufe A) waren knapp 14'000 Studierende für einen Ausbildungsgang auf Stufe Diplom, Bachelor oder Master eingeschrieben und rund 1'200 Personen besuchten eine Weiterbildung (primär MAS) oder doktorierten. Weitere gut 7'500 Studierende bereiteten sich auf einen Abschluss der höheren Berufsbildung vor (Tertiärstufe B).
Knapp 9 Prozent mehr Studierende an der Universität Luzern
Im Herbstsemester 2024 waren an den Luzerner Hochschulen insgesamt 13'993 Studierende immatrikuliert (ohne Weiterbildung/Doktorat). Die Hochschule Luzern (inkl. Standort Rotkreuz) ist mit 8'280 Studierenden die grösste tertiäre Bildungsinstitution im Kanton, gefolgt von der Universität Luzern (3'299 Pers.) und der Pädagogischen Hochschule Luzern (2'414 Pers.).
Im Vergleich zum Vorjahr haben die Studierendenzahlen um rund 300 Personen bzw. 2,2 Prozent zugenommen (2023/24: 13'696 Pers.). Die Entwicklungen an den jeweiligen Luzerner Hochschulen sind jedoch unterschiedlich: An der Universität (+8,6%) und der Hochschule Luzern (+2,0%) sind die Studierendenzahlen unter anderem aufgrund neuer Angebote gestiegen. Währenddessen verzeichnete die Pädagogische Hochschule (PH) einen Rückgang (–4,9%). Der Hauptgrund dafür liegt darin, dass die während der Corona-Pandemie – aufgrund der eingeschränkten Arbeits- und Reisesituation – grösseren Jahrgänge mittlerweile ihr Studium abgeschlossen haben. Im Herbstsemester 2024 studierten 7,0 Prozent mehr Personen an der PH Luzern als im Vor-Corona-Jahr 2019 (2'256 Pers.).
Universität Luzern: Neuer Studiengang Psychologie startet mit rund 150 Studierenden
An der Universität Luzern wiesen die Rechtswissenschaften am meisten Studierende auf (1'180 Pers., ohne Weiterbildung/Doktorat). Stark gewachsen ist die Fachrichtung Sozialwissenschaften mit mittlerweile 494 Studierenden (+46,2% im Vergleich zum Vorjahr). Hier starteten im Herbstsemester 2024 rund 150 Studierende im neu angebotenen Studiengang Psychologie. Auch die Fachrichtung Medizin/Pharmazie hat weiter zugelegt (+21,3%). Diese Entwicklung ist massgeblich auf die beiden neuen Fakultäten Gesundheitswissenschaften und Medizin sowie Verhaltenswissenschaften und Psychologie zurückzuführen.
An der Hochschule Luzern waren am meisten Studierende am Departement Wirtschaft eingeschrieben (2'768 Pers., ohne Weiterbildung), gefolgt vom Departement Technik und Architektur (1'775 Pers.) und dem – am stärksten wachsenden – Departement Informatik (1'332 Pers., +5,7% gegenüber dem Vorjahr).
An der Pädagogischen Hochschule Luzern wurden die Studiengänge für Lehrpersonen der Vorschul- und Primarschulstufe weiterhin am häufigsten besucht (930 Pers.). Der Studiengang für Lehrpersonen der Sekundarstufe I (694 Pers.) wurde am zweithäufigsten besucht, gefolgt vom Studiengang Heilpädagogik (459 Pers.).
Rund 500 Doktorierende an der Universität Luzern
Im Herbstsemester 2024 zählte die Universität Luzern 497 Doktorierende – die meisten die Rechtswissenschaftliche Fakultät (179 Pers.). Alle drei Luzerner Bildungsinstitutionen der Tertiärstufe A bieten zudem Weiterbildungsstudiengänge an. Statistisch berücksichtigt werden nur Studiengänge mit mindestens 60 ECTS-Kreditpunkten, primär Master of Advanced Studies (MAS). Im Herbstsemester 2024 befanden sich 670 Personen in einem solchen Studiengang.
Den grössten Zulauf verzeichneten die MAS-Studiengänge an der Hochschule Luzern (471 Pers.). Mit 316 eingeschriebenen Personen ist das Departement Wirtschaft am beliebtesten. Die Pädagogische Hochschule Luzern zählte 72 Weiterbildungsstudierende. Diese besuchten einen MAS-Studiengang wie beispielsweise Bildungsmanagement oder Integrative Förderung (in der obigen Tabelle zusammengefasst unter "Lehrkräfteausbildung allgemein"). An der Universität Luzern absolvierten insgesamt 127 Personen einen Weiterbildungsstudiengang.
Rund 40 Prozent der Luzerner Studierenden studierten an einer Luzerner Hochschule
Im Studienjahr 2024/25 waren von den 9'348 Hochschulstudierenden (inkl. Weiterbildung/Doktorat), die vor Ausbildungsbeginn im Kanton Luzern wohnhaft gewesen waren, 39 Prozent an einer Luzerner Hochschule immatrikuliert, die restlichen 61 Prozent an einer Hochschule ausserhalb des Kantons. Von den Universitätsstudenten/-innen wählten 19 Prozent die kantonseigene Universität. Für ein Fachhochschulstudium blieb über die Hälfte (54%) und für das Studium an einer pädagogischen Hochschule die grosse Mehrheit (74%) an einer Luzerner Hochschule.
Weniger Studierende in Vorbereitungskursen auf Berufsprüfungen
7'512 Personen besuchten im Studienjahr 2024/25 eine Ausbildung der höheren Berufsbildung im Kanton Luzern. Davon studierten 3'708 Personen an einer höheren Fachschule, und 3'071 Personen besuchten Vorbereitungskurse auf eine Berufs- oder höhere Fachprüfung.
In der höheren Berufsbildung hat die Zahl der Studierenden im Studienjahr 2024/25 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 3,1 Prozent abgenommen. Primär ist ein Rückgang bei den Vorbereitungskursen auf Berufsprüfungen festzustellen (–7,6%). Währenddessen gingen die Studierendenzahlen an den höheren Fachschulen nur leicht zurück (–0,5%). Bei den Vorbereitungskursen auf höhere Fachprüfungen oder nicht-reglementierte höhere Berufsbildungen erfolgte eine leichte Zunahme. Bei Vorbereitungskursen auf Berufs- oder höhere Fachprüfungen sind Schwankungen üblich, da einige der Kurse nicht regelmässig angeboten werden. Ausserdem ist der Besuch eines Vorbereitungskurses keine Voraussetzung für die Prüfungszulassung.
An den höheren Fachschulen zählten im Studienjahr 2024/25 die Bildungsgänge Pflege HF (785 Pers.), Hotellerie und Gastronomie HF (705 Pers.) sowie Sozialpädagogik HF (344 Pers.) am meisten Studierende. Die merkliche Zunahme beim Bildungsgang "Hotellerie und Gastronomie HF" im Jahr 2019 (vgl. Grafik oben) hängt damit zusammen, dass ab diesem Jahr alle eingeschriebenen Studierenden erfasst werden, auch jene im Praktikum. Bei den Vorbereitungskursen auf eine Berufsprüfung wurden die Kurse für Strassenbaupolier/in EF (423 Pers.) und Polizist/in EF (344 Pers.) am häufigsten besucht. Bei den Vorbereitungskursen auf eine höhere Fachprüfung waren die Kurse für dipl. Bauleiter/in Hochbau (79 Pers.) die meistbesuchten. Berufsprüfungen führen zu einem eidgenössischen Fachausweis (EF) und höhere Fachprüfungen zu einem eidgenössischen Diplom (dipl.).
LUSTAT Statistik Luzern / 11. September 2025 / Autorin: Angela Kaufmann
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