Bildung im Kanton Luzern 2025/26 – Obligatorische Schulstufen

Weniger Eintritte in Kindergarten und Basisstufe

Im Schuljahr 2025/26 besuchen rund 48'900 Kinder und Jugendliche eine Klasse der obligatorischen Schulstufen im Kanton Luzern. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Wachstum von 0,9 Prozent (2024/25: +1,3%). Am stärksten gestiegen ist die Zahl der Lernenden an den Gymnasien (Sekundarstufe I: +1,9%) und in der Primarschule (+1,4%).

Seit einem Tiefstand im Schuljahr 2014/15 nimmt die Zahl der Lernenden insgesamt kontinuierlich zu. Aufgrund des sich abzeichnenden Bevölkerungswachstums ist davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren die Lernendenzahlen der obligatorischen Schulstufen weiter anwachsen werden (vgl. Bildungsszenarien 2023–2027).

Weniger Eintritte in Kindergarten und Basisstufe

Im Schuljahr 2025/26 besuchen 7'045 Mädchen und Knaben einen Luzerner Kindergarten und 1'904 Kinder eine Basisstufe. Gegenüber dem Vorjahr haben die Lernendenzahlen im Kindergarten und in der Basisstufe abgenommen (–0,8% resp. –2,7%). Insgesamt sind 2025/26 knapp 40 Kinder weniger in den Kindergarten und in die Basisstufe eingetreten als im Vorjahr. Dies ist das zweite Jahr in Folge, in dem die Zahl der Eintritte auf diesen Schulstufen abnimmt.

In den Luzerner Primarschulen steigen die Lernendenzahlen weiterhin an, dies seit dem Schuljahr 2014/15. Im aktuellen Schuljahr werden insgesamt 25'970 Primarschüler/innen gezählt (+1,4% gegenüber Vorjahr). In den Regelklassen der Primarschule sind 32 Prozent der Schüler/innen fremdsprachig, wobei Albanisch die häufigste (nichtdeutsche) Erstsprache ist, gefolgt von Serbisch/Kroatisch/Bosnisch/Montenegrinisch und Portugiesisch. Der Anteil der Fremdsprachigen nimmt seit Jahren kontinuierlich zu.

Lernende in Sonderschulen überwiegend männlich

Die Lernendenzahlen in der separativen Sonderschulung sind gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen (–1,1%). Von den 839 Lernenden, die aktuell auf obligatorischer Schulstufe eine Luzerner Sonderschule besuchen, sind 74 Prozent männlich. 39 Prozent der Sonderschüler/innen besuchen ein Programm im Bereich Verhalten, 31 Prozent im Bereich geistige Beeinträchtigungen, 15 Prozent im Bereich Sprache und weitere 15 Prozent im Bereich körperliche oder Mehrfachbeeinträchtigung.

Grossmehrheit der Lernenden tritt in die Sekundarschule über

Auf das Schuljahr 2025/26 hin sind von den ehemaligen Sechstklässler/innen 78,4 Prozent in eine Sekundarschule übergetreten. Weitere 18,7 Prozent traten in ein Luzerner Langzeitgymnasium ein, und 0,4 Prozent repetieren die 6. Klasse. Die Übrigen besuchen neu eine Schule ausserhalb des Kantons Luzern oder eine Sonderschule.

Anteil der Lernenden in integrierten Sekundarschulen wächst weiter

Seit dem Schuljahr 2018/19 ist auf der Sekundarstufe I ein Zuwachs an Lernenden zu verzeichnen. Auch im Schuljahr 2025/26 werden mit 13'154 Lernenden 1,3 Prozent mehr Jugendliche unterrichtet als im Vorjahr. 80 Prozent dieser Jugendlichen besuchen die Sekundarschule, 20 Prozent ein Gymnasium.

2025/26 besuchen von den rund 10'500 Schüler/innen der Sekundarschule 45 Prozent den Unterricht im integrierten Schulmodell (2024/25: 41%). Der Anteil der Lernenden in der integrierten Sekundarschule steigt damit weiter an. Auf das Schuljahr 2025/26 hin hat die Gemeinde Kriens das integrierte Modell eingeführt. Von den 45 Luzerner Gemeinden mit einer Sekundarschule (ohne Anschlussgemeinden) organisieren sich aktuell 25 gemäss dem integrierten Modell, 16 gemäss dem kooperativen Modell und 4 gemäss dem getrennten Modell.

Im Schuljahr 2025/26 sind 31 Prozent der Schüler/innen auf Sekundarstufe I fremdsprachig aufgewachsen, das heisst, ihre Erstsprache ist nicht Deutsch. Deren Anteil am Gymnasium (17%) ist geringer als an der Sekundarschule (35%).

Anteil der Lernenden an Privatschulen bleibt stabil

2025/26 besuchen von den Kindern und Jugendlichen, die ihre Schulzeit in einer Regelklasse im Kanton Luzern durchlaufen, 1,7 Prozent eine Privatschule (812 Lernende). Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Anteil leicht gesunken. Per Schuljahr 2025/26 verfügten insgesamt 21 private Schulen über eine kantonale Bewilligung (inkl. Untergymnasium St. Klemens).

Schweizweit liegt der Anteil der Lernenden an Privatschulen in der Regel höher als im Kanton Luzern. Im Schuljahr 2024/25 (neustes verfügbares Datenjahr) lag der Schweizer Schnitt bei 4,9 Prozent.

Schulen mit mehr Lehrpersonal und mehr Stellenprozenten

Im Schuljahr 2025/26 unterrichten 6'108 Lehrpersonen an den obligatorischen Schulen im Kanton Luzern (ohne Gymnasial- und Förderlehrpersonen, ohne sonderpädagogisches Personal). Das sind 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Lehrpersonen teilen sich 7'136 Anstellungen, wobei es sich bei 51 Prozent dieser Anstellungsverhältnisse um Kleinpensen handelt (<50 Stellenprozente) und bei 19 Prozent um Vollzeitstellen (≥90 Stellenprozente). 15 Prozent aller Lehrpersonen haben gleichzeitig mehr als eine Anstellung inne. Insgesamt entsprechen die 7'136 Anstellungen 3'660 Vollzeitäquivalenten (+3,8% gegenüber Vorjahr). Die Vollzeitäquivalente der Lehrpersonen steigen somit stärker an als die Zahl der Klassen (+2,3%, ohne Gymnasien) und der Lernenden (+0,8%, ohne Gymnasien).

LUSTAT Statistik Luzern / 23. April 2026 / Autorin: Marlen Walthert

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