Bildung im Kanton Luzern 2024/25 – Obligatorische Schulstufen

Mehr Übertritte in Langzeitgymnasien

Im Schuljahr 2024/25 besuchen 48'497 Kinder und Jugendliche eine Klasse der obligatorischen Schulstufen im Kanton Luzern. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 1,3 Prozent (2023/24: +2,2%). Am stärksten gestiegen ist die Zahl der Lernenden an den Gymnasien (Sekundarstufe I: +3,8%) und in der separativen Sonderschulung (+3,2%).

Seit einem Tiefstand im Schuljahr 2014/15 nimmt die Zahl der Lernenden insgesamt kontinuierlich zu. Aufgrund des sich abzeichnenden Bevölkerungswachstums ist davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren die Lernendenzahlen der obligatorischen Schulstufen weiter anwachsen werden (vgl. Bildungsszenarien 2023–2027).

Weniger Eintritte in Kindergarten und Basisstufe

Im Schuljahr 2024/25 besuchen 7'101 Mädchen und Knaben einen Luzerner Kindergarten und 1'956 Kinder eine Basisstufe. Gegenüber dem Vorjahr ist die Lernendenzahl im Kindergarten stabil geblieben, während sie in der Basisstufe leicht abgenommen hat (–1,6%). Die Abnahme ist auf die Eintritte zurückzuführen, die nicht nur in der Basisstufe, sondern auch im Kindergarten rückläufig waren (–130 Kinder insgesamt). Das ist – nach 2018/19 – der zweite leichte Rückgang der ansonsten seit 15 Jahren steigenden Lernendenzahlen auf diesen Schulstufen.

In den Luzerner Primarschulen steigen die Lernendenzahlen weiterhin an, dies seit dem Schuljahr 2014/15. Im aktuellen Schuljahr werden insgesamt 25'608 Primarschüler/innen gezählt (+1,4% gegenüber Vorjahr). In den Regelklassen der Primarschule sind 31,6 Prozent der Schüler/innen fremdsprachig, wobei Albanisch die häufigste (nichtdeutsche) Erstsprache ist, gefolgt von Serbisch/Kroatisch/Bosnisch/ Montenegrinisch und Portugiesisch. Der Anteil der Fremdsprachigen nimmt seit Jahren kontinuierlich zu.

Lernende in Sonderschulen überwiegend männlich

Überdurchschnittlich gestiegen sind im Schuljahr 2024/25 die Lernendenzahlen in der separativen Sonderschulung (+3,2% gegenüber Vorjahr). Von den 848 Lernenden, die aktuell auf obligatorischer Schulstufe eine Luzerner Sonderschule besuchen, sind rund drei Viertel männlich. 37 Prozent der Sonderschüler/innen besuchen ein Programm im Bereich Verhalten, 31 Prozent im Bereich geistige Beeinträchtigungen, 16 Prozent im Bereich Sprache und weitere 16 Prozent im Bereich körperliche oder Mehrfachbeeinträchtigungen.

Mehr Übertritte in Langzeitgymnasien

Auf das Schuljahr 2024/25 hin sind von den ehemaligen Sechstklässler/innen 18,9 Prozent in ein Luzerner Langzeitgymnasium eingetreten, 1,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Im Weiteren sind 77,7 Prozent in eine Sekundarschule übergetreten, 0,3 Prozent repetieren die 6. Klasse und die Übrigen besuchen neu eine Schule ausserhalb des Kantons Luzern oder eine Sonderschule.

Grossmehrheit vollendet obligatorische Schulzeit an Sekundarschule

Auf der Sekundarstufe I werden im Schuljahr 2024/25 mit 12'984 Lernenden 2,0 Prozent mehr Jugendliche unterrichtet als im Vorjahr. Am stärksten zugenommen haben die Lernendenzahlen in den Gymnasien dieser Schulstufe (+3,8%). Auf der Sekundarstufe I ist seit dem Schuljahr 2018/19 ein Zuwachs zu verzeichnen.

79,7 Prozent der Lernenden absolvieren ihre obligatorischen Schuljahre an der Sekundarschule, die übrigen an einem Gymnasium. 2024/25 besuchen von den 10'343 Schüler/innen der Sekundarschule 41,1 Prozent den Unterricht im integrierten Schulmodell (2023/24: 40,8%). Der Anteil der Lernenden in der integrierten Sekundarschule steigt damit weiter an. Aktuell organisieren sich 24 der 45 Luzerner Gemeinden mit einer Sekundarschule (ohne Anschlussgemeinden) gemäss dem integrierten Schulmodell.

Im Schuljahr 2024/25 sind 31,0 Prozent der Schüler/innen auf Sekundarstufe I fremdsprachig aufgewachsen, das heisst ihre Erstsprache ist nicht Deutsch. Deren Anteil am Gymnasium (16,3%) ist geringer als an der Sekundarschule (34,7%).

Anteil der Luzerner Lernenden an Privatschulen stabil

2024/25 besuchen von den Kindern und Jugendlichen, die ihre Schulzeit in einer Regelklasse im Kanton Luzern durchlaufen, 1,8 Prozent eine Privatschule (845 Lernende). Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Anteil stabil geblieben. Per Schuljahr 2024/25 verfügten insgesamt 20 private Schulen über eine kantonale Bewilligung (inkl. Untergymnasium St. Klemens).

Schweizweit liegt der Anteil der Lernenden an Privatschulen (inkl. Sonderschulen) in der Regel höher als im Kanton Luzern. Im Schuljahr 2023/24 lag der Schweizer Schnitt bei 4,5 Prozent.

Schulen mit mehr Lehrpersonal und mehr Stellenprozenten

Im Schuljahr 2024/25 unterrichten 5'894 Lehrpersonen an den obligatorischen Schulen im Kanton Luzern (ohne Gymnasial- und Förderlehrpersonen, ohne sonderpädagogisches Personal). Das sind 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Lehrpersonen teilen sich 6'519 Anstellungen, wobei es sich bei 47,1 Prozent dieser Anstellungsverhältnisse um Kleinpensen handelt (<50 Stellenprozent) und bei 20,8 Prozent um Vollzeitstellen (≥90 Stellenprozent). 9,0 Prozent aller Lehrpersonen haben gleichzeitig mehr als eine Anstellung inne. Insgesamt entsprechen die 6'519 Anstellungen 3'525,5 Vollzeitäquivalenten (+2,3% gegenüber Vorjahr). Die Vollzeitäquivalente der Lehrpersonen steigen somit stärker an als die Zahl der Klassen (+1,8%) und der Lernenden (+1,1%), ohne Gymnasien.

LUSTAT Statistik Luzern / 9. April 2025 / Autorin: Angela Kaufmann

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