Leerwohnungen 2026

Leerwohnungsziffer weiterhin rückläufig

Am 1. Juni 2026 standen im Kanton Luzern 1'503 Wohnungen (inkl. Einfamilienhäuser) leer. Das entspricht einer Leerwohnungsziffer von 0,70 Prozent. Die Leerwohnungsziffer ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken und verbleibt im fünften Jahr in Folge unter der 1-Prozent-Marke. Gemessen am Bestand gab es unter den kleinen Wohnungen mehr Leerstände als unter den grossen. Die mit Abstand niedrigste Leerwohnungsziffer weist die Region Rottal/Wolhusen aus und die höchste die Region Unteres Wiggertal.

Leerwohnungsziffer zum fünften Mal in Folge niedriger als 1 Prozent

Am 1. Juni 2026 gab es im Kanton Luzern 1'503 leerstehende Wohnungen (inkl. Einfamilienhäuser). Dies sind 162 Wohnungen weniger als im Vorjahr (–9,7%). Gut 80 Prozent der Leerwohnungen waren Miet- und knapp 20 Prozent Kaufobjekte. Die Leerwohnungsziffer, die den Anteil leerstehender Wohnungen am Gesamtwohnungsbestand misst, nahm um 0,08 Prozentpunkte auf 0,70 Prozent ab. Sie lag damit im fünften Jahr in Folge unter der 1-Prozent-Marke und erreichte ihren tiefsten Wert seit 2013.

Von den am Stichtag leerstehenden Wohnungen waren 120 Einheiten oder 8 Prozent innerhalb der letzten beiden Jahre fertiggestellt worden. 1'383 Wohnungen beziehungsweise 92 Prozent waren früheren Baudatums. Die Grössenkategorie der 3- und 4-Zimmer-Wohnungen, auf welche mehr als die Hälfte (56%) des Luzerner Gesamtwohnungsbestands entfallen, umfasste 403 beziehungsweise 443 Leerwohnungen. Es folgten die Wohnungen mit 2 Zimmern (216 Leerstände) und solche mit 5 Zimmern (171). In den Kategorien der 1-Zimmer-Wohnungen (118) und der Wohnungen mit 6 und mehr Zimmern (152) gab es am wenigsten Leerstand. Zu den vielräumigen Wohnungen gehören auch die meisten Einfamilienhäuser; mit 146 Häusern waren von ihnen weniger unbesetzt als noch ein Jahr zuvor (2025: 153).

Leerwohnungsziffer bei 1-Zimmer-Wohnungen am stärksten rückläufig

Bei den einzelnen Grössenkategorien war der Anteil der Leerwohnungen am jeweiligen Wohnungsbestand bei den 1-Zimmer-Wohnungen am höchsten (1,24%). Von den 2- und 3-Zimmer-Wohnungen waren 0,79 respektive 0,74 Prozent unbesetzt, von den Wohnungen mit 4 sowie mit 6 und mehr Zimmern 0,67 respektive 0,65 Prozent. Anteilmässig am wenigsten Leerstände gab es bei den Wohnungen mit 5 Zimmern (0,48%). Im Vergleich zu 2025 hat die Leerwohnungsziffer in fünf der sechs Grössensegmenten abgenommen. Im Grössensegment der 1-Zimmer-Wohnungen war die Abnahme mit Abstand am stärksten (–0,36 Prozentpunkte) und bei den Wohnungen mit 4 Zimmern am schwächsten (–0,03 Pp.). Eine leichte Zunahme der Leerwohnungsziffer wurde bei den Wohnungen mit 6 und mehr Zimmern verzeichnet (+0,08 Pp.).

Weiterhin höchste Leerwohnungsziffer im Unteren Wiggertal

Die regionalen Leerwohnungsziffern weichen zum Teil deutlich vom kantonalen Mittelwert von 0,70 Prozent ab. In zwei Regionen lag der Wert am Stichtag, dem 1. Juni 2026, über der 1-Prozent-Marke, in den restlichen neun Regionen darunter. Am rarsten waren Leerwohnungen in der Analyseregion Rottal-Wolhusen (0,29%), gefolgt von den Regionen Sursee/Sempachersee und Seetal (0,45% und 0,48%). Am höchsten war die Leerwohnungsziffer wie schon in den letzten zehn Jahren in der Region Unteres Wiggertal (1,29%), gefolgt von der Region Rooterberg/Rigi (1,18%). In der Stadt Luzern lag der Leerwohnungsanteil über dem kantonalen Mittel: Am 1. Juni 2026 waren 408 Wohnungen oder 0,85 Prozent des städtischen Wohnungsbestands unbesetzt.

Gegenüber 2025 verzeichneten drei Regionen eine Zunahme ihrer Leerwohnungsziffer. In Rooterberg/Rigi war die Zunahme am stärksten (+0,4 Pp.), gefolgt von der Region Sursee/Sempachersee (+0,14 Pp.) und einem leichten Anstieg im Agglomerationskern (+0,06 Pp.). Acht Regionen verzeichneten eine Abnahme. Am stärksten rückläufig war dabei der Leerwohnungsanteil in der Region Entlebuch (–0,31 Pp.), gefolgt von den Regionen Michelsamt/Surental und Willisau (je –0,2 Pp.). Die Region Rottal-Wolhusen verzeichnete die kleinste Veränderung (–0,02 Pp.).

Meierskappel und Reiden mit den höchsten Leerwohnungsziffern, vier Gemeinden ohne Leerstand

In absoluten Zahlen standen am 1. Juni 2026 in der Stadt Luzern und der Gemeinde Emmen die meisten Wohnungen (inkl. Einfamilienhäuser) leer – dies bei Leerwohnungsziffern von 0,85 respektive 1,50 Prozent (Kanton: 0,70%). Knapp ein Drittel aller 79 Luzerner Gemeinden hatten am Stichtag Leerstände von lediglich 1 bis 4 Objekten (26 Gemeinden). Ihre Leerwohnungsziffern lagen zwischen 0,04 Prozent (Sursee) und 0,81 Prozent (Doppleschwand). Über gar keinen Leerstand verfügten die Gemeinden Aesch, Alberswil, Ettiswil und Roggliswil. Die höchsten Leerwohnungsziffern wiesen die Gemeinden Meierskappel (3,93%) und Reiden (3,41%) aus.

Leerwohnungsziffer

Die aus der Leerwohnungszählung (Stichtag: 1. Juni) abgeleitete Leerwohnungsziffer misst den Anteil der am Markt angebotenen leerstehenden Wohnungen (inkl. Einfamilienhäuser) am gesamten Wohnungsbestand am Ende des Vorjahrs. Die Leerwohnungsziffer 2026 basiert auf dem Wohnungsbestand am 31. Dezember 2025. Die Leerwohnungsziffer ist eine von mehreren Kennzahlen zum Wohnungsmarkt. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt kann mit ihr nicht abschliessend beurteilt werden.

LUSTAT Statistik Luzern / 10. September 2026

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